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Kemal Üres

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Kemal Üres

Was kostet es wirklich – und was bedeutet das für Deine Marge?

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Dieser Ratgeber gibt Dir eine sachliche Grundlage für diese Entscheidung, mit geprüften Zahlen, konkreten Szenarien und einer klaren Einordnung der Vor- und Nachteile.

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Lieferando Partner
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Katharina Vogt

Katharina Vogt

Redaktion GastroRocket

Was kostet es wirklich – und was bedeutet das für Deine Marge?

Du überlegst, ob Du Dein Restaurant, Deinen Imbiss oder Deine Ghost Kitchen auf Lieferando anmelden sollst. Die Plattform verspricht Reichweite, Bestellvolumen und neue Kunden. Gleichzeitig kursieren in der Gastro-Szene ernsthafte Fragen: Wie viel bleibt nach der Provision übrig? Wie funktioniert das Ranking? Und was bedeutet das alles für die konkrete Kalkulation? Dieser Ratgeber gibt Dir eine sachliche Grundlage für diese Entscheidung, mit geprüften Zahlen, konkreten Szenarien und einer klaren Einordnung der Vor- und Nachteile.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Lieferando erhebt ~13 % Provision bei eigener Lieferung (Marketplace-Modell) und ~30 % bei Nutzung des Lieferando-Fahrerdienstes
  • Nach Provision, Wareneinsatz und Lieferkosten bleiben oft nur 10 bis 15 % Nettomarge
  • Laut Lieferando-Vertragsbedingungen gilt eine Bestpreisklausel: Preise auf der Plattform dürfen nicht höher sein als anderswo
  • Das Ranking baut sich langsam auf – plane 4 bis 8 Wochen Anlaufzeit ein
  • Lieferando ist in Deutschland mit über 20 Millionen registrierten Nutzern klarer Marktführer
  • Wer Lieferando als einzigen Vertriebsweg nutzt, macht sich strukturell abhängig

Was bedeutet es, Lieferando Partner zu sein?

Als Lieferando Partner listst Du Dein Lokal auf der meistgenutzten Essenslieferplattform Deutschlands. Die Plattform verzeichnet über 20 Millionen registrierte Nutzer und ist damit klarer Marktführer im deutschen Liefermarkt. Du richtest Dein Profil ein, pflegst Deine Speisekarte und empfängst Bestellungen digital über das Partnersystem.

Die Auslieferung läuft entweder über Deine eigenen Fahrer oder über den Lieferando-Fahrerdienst, der gegen eine zusätzliche Gebühr für Dich ausliefert. Lieferando hat diesen Service seit Mitte 2025 massiv umstrukturiert: Das Unternehmen entließ rund 2.000 eigene Fahrer und setzt künftig verstärkt auf Subunternehmen für die Auslieferung. Das hat für Dich als Partner praktische Konsequenzen – Lieferzeiten und Qualitätskontrolle können stärker variieren als zuvor.

Das klingt unkompliziert, hat aber eine strukturelle Konsequenz: Du übergibst die Kundenschnittstelle an eine Plattform, die Du nicht kontrollierst. Deine Sichtbarkeit, Dein Ranking, Deine Bewertungen – alles liegt bei Lieferando. Wer überlegt, seinen Betrieb von Grund auf neu auszurichten oder einen Imbiss zu eröffnen, sollte das Thema Lieferando von Anfang an als Teil der Geschäftsmodellplanung mitdenken, nicht als nachträgliche Ergänzung.

Die Provisionsstruktur: Was Du wirklich zahlst

Die Kosten als Lieferando-Partner hängen direkt davon ab, welches Modell Du nutzt. Hier die belegten Zahlen:

ModellProvisionWer liefertGeeignet für
Marketplace~13 % des Netto-BestellwertsEigene FahrerBetriebe mit eigenem Fuhrpark
Full-Service~30 % des Netto-BestellwertsLieferando-FahrerdienstBetriebe ohne eigene Fahrer
Sponsored Listings~13–30 % + WerbekostenWählbarBetriebe mit Wachstumsambitionen

(Quelle: https://ibp-akademie.de/lieferando-im-fokus-geschaeftsmodell-wettbewerbsdruck-und-die-revolution-der-essenslieferung/, Lieferando-Provisionsstruktur 2025; https://www.abendzeitung-muenchen.de/panorama/30-prozent-provision-so-zocken-lieferdienste-ab-art-707266, Lieferando Deutschland-Chefin Katharina Hauke; Stand Mai 2026)

Hinzu kommt seit April 2025 eine neue Gebührenkomponente: Lieferando erhebt seit dem 2. April 2025 eine Servicegebühr direkt von den Kunden – 2,5 bis 5 % des Bestellwerts, gedeckelt bei 0,99 Euro pro Bestellung. Diese Gebühr wird dem Kunden in Rechnung gestellt, kann sich aber auf das Bestellverhalten auswirken und damit indirekt auf Dein Volumen.

Wichtig für Deine Kalkulation: Der häufig genannte Provisionsrahmen von „13 % bis 33 %“ bildet die Bandbreite ab. In der Praxis zahlen die meisten Partner, die ohne eigene Fahrer starten, den Full-Service-Satz von rund 30 %. Für Bestellungen, bei denen das Restaurant die Lieferung selbst übernimmt, liegt die Provision in der Regel bei 13 % bis 14 % des Netto-Bestellwerts. Nutzt ein Restaurant hingegen den Full-Service-Lieferdienst, kann die Provision auf 30 % bis 31 % ansteigen.

Zur Bestpreisklausel: Lieferando schreibt in seinen Vertragsbedingungen vor, dass die Preise auf der Plattform nicht höher sein dürfen als auf anderen Kanälen. Das Bundeskartellamt hat diese Klausel geprüft und das Verfahren aus Ermessensgründen eingestellt, ohne die Klausel für zulässig zu erklären. Für Dich bedeutet das: Preisanpassungen auf Lieferando sind vertraglich begrenzt – kläre das vor Vertragsabschluss konkret mit Lieferando ab, da sich Praxis und vertragliche Lage hier unterscheiden können.

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Was Lieferando wirklich kostet: Die vollständige Kalkulation

Das entscheidende Problem beim Einstieg als Lieferando-Partner ist nicht die Provision an sich, sondern die fehlende Kalkulation dahinter.

Szenario A: Marketplace-Modell (eigene Fahrer), Bestellwert 32 Euro

PositionBetrag
Bestellwert brutto32,00 €
Lieferando-Provision (~13 %)– 4,16 €
Verbleibender Umsatz27,84 €
Wareneinsatz (ca. 28 %)– 8,96 €
Verpackung– 1,20 €
Anteilige Personalkosten– 4,50 €
Lieferkosten (eigene Fahrer, anteilig)– 3,00 €
Nettomargeca. 10,18 € (~32 %)

Szenario B: Full-Service-Modell (Lieferando-Fahrer), gleicher Bestellwert

PositionBetrag
Bestellwert brutto32,00 €
Lieferando-Provision (~30 %)– 9,60 €
Verbleibender Umsatz22,40 €
Wareneinsatz (ca. 28 %)– 8,96 €
Verpackung– 1,20 €
Anteilige Personalkosten– 4,50 €
Lieferkosten (entfällt, übernimmt Lieferando)0,00 €
Nettomargeca. 7,74 € (~24 %)

Der Unterschied zwischen beiden Modellen ist auf den ersten Blick geringer als erwartet, weil beim Full-Service-Modell die eigenen Lieferkosten wegfallen. Entscheidend ist, wie hoch Dein tatsächlicher Fahrerkostenanteil ist. Wer schon ein Lieferteam hat, fährt mit dem Marketplace-Modell in der Regel besser. Wer gerade anfängt, kann den Full-Service als Einstieg nutzen, sollte aber langfristig den eigenen Fuhrpark aufbauen oder Direktkanäle entwickeln.

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Für wen ist Lieferando geeignet – und für wen weniger?

Die Plattform funktioniert nicht für jeden Betriebstyp gleich gut. Hier eine sachliche Einordnung:

Lieferando passt gut, wenn:

  • Deine Gerichte eine Nettomarge nach Provision von mindestens 15 % ermöglichen
  • Du in einer Stadt oder Region mit hoher Lieferando-Nutzerdichte bist
  • Du eigene Lieferkapazität hast oder konsequent aufbauen willst
  • Dein Mindestbestellwert bei 18 Euro oder mehr liegt
  • Du Lieferando als einen Kanal neben anderen nutzt

Lieferando passt weniger gut, wenn:

  • Deine Gerichte sich schlecht transportieren lassen – empfindliche Präsentationsgerichte, frisch Frittiertes ohne geeignete Verpackung
  • Du in einem kleinen Ort mit geringer Plattformnutzung bist
  • Du keine Kapazität hast, Lieferbestellungen parallel zum Vor-Ort-Betrieb abzuwickeln
  • Deine Marge nach Provision unter 10 % fällt und eine Anpassung nicht möglich ist

Gerade für spezialisierte Konzepte wie ein Café mit empfindlichen Waren oder eine Eisdiele stellt sich die Lieferfähigkeit der Produkte als zentrale Hürde heraus, die vor der Anmeldung genau geprüft werden muss.

Pro und Contra auf einen Blick

ProContra
Sofortige Reichweite zu Millionen Nutzern~13–30 % Provision je nach Modell
Keine eigene App oder Zahlungsinfrastruktur nötigKein direkter Kundenzugang, keine eigene Datenbank
Fahrerdienst optional nutzbarBewertungsrisiko durch Lieferfehler Dritter
Plattformvertrauen überträgt sichAbhängigkeit von Plattform-Entscheidungen
Echtzeit-Daten zu BestellverhaltenBestpreisklausel schränkt Preisflexibilität ein
Kein eigenes Marketing für Neukunden nötigAnlaufzeit 4–8 Wochen bis spürbarem Volumen
Skalierbar ohne hohe FixkostenWettbewerber sind einen Klick entfernt

5 Fehler, die beim Start als Lieferando-Partner teuer werden

1. Kalkulation auf Basis von Vor-Ort-Zahlen Die Provision verändert die Kostenstruktur grundlegend. Wer seine bestehende Gastronomiekalkulation einfach übernimmt, unterschätzt die tatsächliche Belastung pro Lieferbestellung systematisch.

2. Keine Anlaufzeit einplanen Das Ranking baut sich langsam auf. Wer nach drei Wochen mit geringem Bestellvolumen frustriert pausiert, hat den schlechtesten Zeitpunkt gewählt. Die Plattform bewertet Kontinuität.

3. Schlechte oder fehlende Produktfotos Produkte ohne hochwertige Bilder konvertieren messbar schwächer. Das gilt im E-Commerce generell und auf Lieferando im Besonderen, weil Kunden keine Vorab-Erfahrung mit dem Restaurant haben.

4. Die gesamte Speisekarte listen Nicht jedes Gericht ist ein Liefergericht. Wer 40 Positionen listet, von denen 20 nach 30 Minuten Transport qualitativ leiden, sammelt schlechte Bewertungen. Starte mit 10 bis 15 liefertauglichen Kerngerichten.

5. Lieferando als einzigen Vertriebsweg nutzen Laut einer IHK-Umfrage 2025 gaben 62 % der befragten Lieferando Partner an, mit den Konditionen unzufrieden zu sein – gleichzeitig fühlten sich 71 % auf die Plattform angewiesen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Abhängigkeit entsteht meist dann, wenn kein paralleler Direktkanal aufgebaut wird.

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Wie funktioniert das Lieferando-Ranking?

Das ist eine der wichtigsten Fragen vor dem Einstieg, die viele Ratgeber ausblenden.

Das Ranking hängt von mehreren Faktoren ab: Bewertungsdurchschnitt und Bewertungsanzahl, Akzeptanzrate von Bestellungen, durchschnittliche Lieferzeit, Vollständigkeit des Profils sowie ob Du für bezahlte Platzierung (Sponsored Listings) zahlst. Neu auf der Plattform gelistete Betriebe starten in der Regel im hinteren Bereich – sichtbar nur für Nutzer, die gezielt scrollen oder filtern.

Das bedeutet in der Praxis: Die ersten Wochen sind erfahrungsgemäß umsatzschwach, auch bei vollständigem Profil. Eine Anlaufzeit von vier bis acht Wochen ist realistisch, bevor sich eine aussagekräftige Datenlage ergibt.

Lieferando vs. Wolt vs. Uber Eats: Plattformvergleich 2026

KriteriumLieferandoWoltUber Eats
Marktstellung DeutschlandMarktführerWachsend, städtischGroßstädtisch
Provision eigene Fahrer~13 %~15 %~15 %
Provision Plattform-Fahrer~30 %~30 %~30 %
FahrerdienstJa (Subunternehmen ab 2026)JaJa
PartnersupportIn der Community kritisch bewertetBesser bewertetMittel
StärkeReichweite & VolumenQualitätspositionierungUrbane Markenstärke

Was sich 2026 verändert hat: Die Plattformkonkurrenz ist spürbar gewachsen. Wolt gewinnt in deutschen Großstädten Marktanteile. Gleichzeitig wächst das Interesse an KI-gestützten Direktbestellsystemen, die Provisionskosten strukturell reduzieren können. Laut einer Civey-Umfrage im Auftrag von Lieferando gab rund jede fünfte Person an, an einem KI-basierten Empfehlungsservice interessiert zu sein – ein Hinweis, dass die Personalisierung von Bestellplattformen weiter zunimmt und das Rankingsystem komplexer werden dürfte.

Lieferando Partner werden: Schritt für Schritt

Schritt 1: Speisekarte auf Liefertauglichkeit prüfen Nicht jedes Gericht überlebt 30 Minuten Transport. Teste intern: Was kommt noch warm, noch knusprig, noch ansprechend an? Starte mit 10 bis 15 liefertauglichen Kerngerichten. Eine schlanke, starke Karte schlägt eine vollständige mit halbgarer Qualität.

Schritt 2: Modell und Kalkulation festlegen Entscheide vorab, ob Du mit eigenem Fahrpersonal (Marketplace, ~13 %) oder dem Plattform-Fahrerdienst (Full-Service, ~30 %) starten willst. Kalkuliere beide Varianten durch, bevor Du Dich festlegst. Setze einen Mindestbestellwert, der Deinen Lieferaufwand abbildet.

Schritt 3: Anmeldung und Vertragsabschluss Die Anmeldung läuft über das Lieferando-Partnerportal. Nach Einreichung Deiner Unterlagen (Gewerbenachweis, Bankverbindung, Speisekarte) folgt ein Onboarding-Gespräch. Die Freischaltung dauert je nach Region zwei bis sechs Wochen. Die Listung auf Lieferando ist mit einer unbestimmten Laufzeit verknüpft – gekündigt werden kann mit einer Frist von zwei Wochen zum Monatsende. Lies den Vertrag auf Laufzeitklauseln und die Bestpreisregelung, bevor Du unterschreibst.

Schritt 4: Profil professionell aufsetzen Hochwertige Produktfotos sind direkter Umsatzfaktor. Schreibe aussagekräftige Beschreibungen, pflege Allergene korrekt ein und setze einen vollständigen Öffnungszeit-Kalender auf. Ein unvollständiges Profil kostet Ranking-Punkte, bevor die erste Bestellung eingegangen ist.

Schritt 5: Anlaufphase realistisch planen Bewerte die Rentabilität frühestens nach sechs bis acht Wochen. In dieser Zeit baut sich das Ranking auf, und Bewertungen beginnen sich zu akkumulieren.

Schritt 6: Kontinuierlich optimieren Analysiere monatlich: Welche Gerichte laufen? Zu welchen Zeiten? Passe Speisekarte und Öffnungszeiten regelmäßig an. Lieferando ist kein Set-and-forget-Kanal. Auch wer eine Kneipe betreibt und über einen ergänzenden Lieferservice nachdenkt, sollte diesen Prozess vollständig durchlaufen – besonders weil das Sortiment oft nicht direkt liefertauglich ist und eine gezielte Produktauswahl vorab nötig ist.

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Eigener Kanal parallel zu Lieferando

Viele Gastronomen nutzen Lieferando für Reichweite und betreiben parallel einen eigenen Direktbestellkanal über ihre Website oder ein Bestellsystem. Der eigene Kanal hat keine Provision, gibt Dir direkten Kundenzugang und volle Datenkontrolle.

Die Kombination funktioniert so: Lieferando bringt Neukunden. Du lieferst gute Qualität. Über eine Beilage-Karte oder einen QR-Code in der Verpackung machst Du auf Deinen Direktkanal aufmerksam. Ob das mit Lieferandos Bestpreisklausel im Einzelfall vereinbar ist, hängt von der konkreten Vertragsgestaltung ab – kläre das mit Lieferando vorab.

Was das in Zahlen bedeuten kann: Wer 20 % seines Liefervolumens auf einen provisionsfreien Direktkanal verschiebt, spart bei 100 Bestellungen pro Monat mit durchschnittlich 25 Euro Bestellwert und Full-Service-Modell rund 150 Euro Provision monatlich – ohne einen einzigen Kunden zu verlieren.

Checkliste: Bin ich bereit, Lieferando-Partner zu werden?

  • Meine Gerichte halten Qualität nach 30 Minuten Transport
  • Ich kenne die Nettomarge jedes Liefergerichts nach Provision für beide Modelle
  • Ich habe professionelle Produktfotos oder Budget dafür eingeplant
  • Ich habe Kapazität, Lieferbestellungen neben dem Kernbetrieb abzuwickeln
  • Ich habe die Vertragsbedingungen, insbesondere die Bestpreisklausel, gelesen
  • Ich plane Lieferando als einen Kanal neben anderen, nicht als einzigen
  • Ich habe einen Mindestbestellwert festgelegt, der meinen Aufwand abbildet
  • Ich habe eine Anlaufzeit von mindestens 6 Wochen eingeplant, bevor ich die Rentabilität bewerte

Fazit

Lieferando ist für Gastronomen, die liefern wollen, ein relevanter Kanal mit echter Reichweite. Die Entscheidung, Partner Lieferando zu werden, hängt aber unmittelbar davon ab, ob die Kalkulation stimmt, welches Modell gewählt wird und ob der Betrieb strukturell lieferfähig ist.

Das Marketplace-Modell mit eigenen Fahrern (~13 % Provision) ist deutlich margenfreundlicher als das Full-Service-Modell (~30 %). Wer das nicht von Anfang an einplant, arbeitet gegen die eigene Rentabilität.

Die Betriebe, die dauerhaft profitabel über Lieferando liefern, haben eines gemeinsam: Sie haben vor dem Start kalkuliert, die Bestpreisklausel verstanden und Lieferando von Beginn an als einen Kanal von mehreren behandelt.

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Häufige Fragen zu Lieferando Partner werden

Wie hoch ist die Provision bei Lieferando?

Die Lieferando Provision liegt bei 13 % für Restaurants mit eigenem Lieferdienst und bei rund 30 % bei Nutzung des Lieferando-Fahrerdienstes. Hinzu kommt seit April 2025 eine Servicegebühr von 2,5 bis 5 % des Bestellwerts, die direkt dem Kunden berechnet wird und bei maximal 0,99 Euro pro Bestellung gedeckelt ist.

Was kostet die Anmeldung bei Lieferando?

Die Anmeldung als Lieferando Partner ist kostenlos. Kosten entstehen ausschließlich durch die Provision pro vermittelter Bestellung sowie durch optionale kostenpflichtige Leistungen wie Sponsored Listings für bessere Sichtbarkeit in der App.

Wie lange dauert die Anmeldung bei Lieferando?

Nach vollständiger Einreichung der Unterlagen dauert die Freischaltung als Lieferando Partner in der Regel zwei bis sechs Wochen. Die Dauer hängt von der Region und der aktuellen Auslastung des Onboarding-Teams ab.

Wie funktioniert Lieferando für Restaurants?

Restaurants listen ihr Angebot auf der Lieferando-Plattform und empfangen Bestellungen über das digitale Partnersystem. Die Auslieferung erfolgt entweder durch eigene Fahrer (Marketplace-Modell, ~13 % Provision) oder durch den Lieferando-Fahrerdienst (Full-Service-Modell, ~30 % Provision). Lieferando übernimmt Zahlungsabwicklung, Plattformmarketing und Bestellverwaltung.

Lohnt sich Lieferando für kleine Restaurants?

Ob sich Lieferando für kleine Restaurants lohnt, hängt von Marge, Bestellvolumen und Betriebsmodell ab. Wer das Marketplace-Modell mit eigenen Fahrern nutzt und eine Nettomarge von mindestens 15 % nach Provision erzielt, kann profitabel liefern. Betriebe mit geringem Volumen oder niedrigen Margen sollten die Kalkulation vor der Anmeldung sorgfältig prüfen. Auf GastroRocket können Gastronomen passende Dienstleister und Kalkulationshilfen kostenlos vergleichen.

Welche Gerichte eignen sich für Lieferando?

Am besten geeignet sind Gerichte, die nach 20 bis 30 Minuten Transport noch Qualität halten: Pizza, Burger, asiatische Küche und Döner zählen zu den umsatzstärksten Kategorien auf der Plattform. Empfindliche Präsentationsgerichte, frisch Frittiertes ohne geeignete Verpackung und Desserts mit Temperaturanforderungen sind für die Lieferung weniger geeignet.

Lieferando oder eigener Lieferdienst: Was ist besser?

Lieferando bietet sofortige Reichweite ohne eigene Marketinginvestitionen, kostet aber bis zu 30 % Provision pro Bestellung. Ein eigener Lieferdienst hat keine Provisionskosten, erfordert aber Aufbauzeit, eigenes Marketing und Logistik. Viele Gastronomen kombinieren beide Wege: Lieferando für Neukunden, der eigene Kanal für Stammkunden ohne Provision.

Kann ich bei Lieferando Partner werden ohne eigene Fahrer?

Ja. Wer keine eigenen Fahrer hat, kann den Lieferando-Fahrerdienst nutzen. Dieser wird seit 2025 zunehmend über Subunternehmen abgewickelt, was die Kontrolle über Lieferzeit und Qualität einschränken kann. Die Provision beträgt in diesem Modell rund 30 % des Netto-Bestellwerts.

Gibt es eine Bestpreisklausel bei Lieferando?

Ja. Lieferando schreibt in seinen Vertragsbedingungen vor, dass die auf der Plattform angebotenen Preise nicht höher sein dürfen als auf anderen Verkaufskanälen. Das Bundeskartellamt hat diese Klausel geprüft, das Verfahren aber aus Ermessensgründen eingestellt, ohne die Klausel für zulässig zu erklären. Gastronomen sollten diese Regelung vor Vertragsabschluss konkret klären.

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