Katharina Vogt
Redaktion GastroRocket
5 Dinge, die Gastronomen vor dem Kauf wissen sollten
Du hast von myPOS gehört, die Geräte sehen solide aus, keine Vertragsbindung, kein monatlicher Fixkostenberg: klingt gut. Aber bevor Du eine Entscheidung triffst, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Die Kassensystem-Entscheidung ist dabei keine Kleinigkeit. Laut einer Auswertung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform meldeten 2025 mehr als 2.900 Gastronomiebetriebe in Deutschland Insolvenz an – der höchste Stand seit 2011 und fast 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Laufende Kosten, die sich still summieren, zählen zu den häufigsten Belastungen. Transaktionsgebühren gehören dazu.
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Das Wichtigste in Kürze
Keine Zeit für den ganzen Artikel? Das sind die fünf Erkenntnisse, auf die es ankommt:
- myPOS ist ein Zahlungsterminal, kein vollständiges Kassensystem. Tischverwaltung, Küchendisplay, Mitarbeiter-Logins und TSE-Zertifizierung fehlen oder sind stark eingeschränkt.
- Die Transaktionsgebühren können trotz günstiger Einstiegswerte teuer werden. Der Basis-Tarif berechnet 1,29 % für EU-Karten, für Nicht-EWR- und Firmenkarten gelten höhere Sätze. Bei 15.000 € Monatsumsatz entstehen so laufend deutlich mehr Kosten als mit einem Acquiring-Vertrag.
- myPOS erfüllt die deutsche TSE-Pflicht nicht eigenständig. Ohne ergänzende zertifizierte Kassensoftware riskierst Du Bußgelder bis 25.000 €.
- Kontosperrungen sind ein strukturelles Risiko bei Fintech-Anbietern, besonders bei saisonalen Betrieben oder ungewöhnlichen Umsatzmustern.
- Für mobile Einzelkonzepte mit wenig Volumen kann myPOS ausreichen – sobald ein Betrieb wächst, Mitarbeiter hinzukommen oder TSE-Pflicht greift, stößt das System an seine Grenzen.
Was ist myPOS und wie funktioniert es?
myPOS wurde 2014 in London ins Leben gerufen und bietet seitdem mobile Zahlungslösungen an. Das Unternehmen operiert als E-Geld-Institut mit britischer FCA-Zulassung und hat nach eigenen Angaben inzwischen über 300.000 Händler in mehr als 30 europäischen Ländern. Ende 2024 wurde myPOS von der Private-Equity-Gesellschaft Advent International für rund 500 Millionen Euro übernommen. Das Besondere am Geschäftsmodell: Jedes Gerät kommt mit einem integrierten Merchant Account, also einem eigenen Geschäftskonto mit IBAN direkt beim Anbieter. Deine Kartenumsätze landen nicht sofort auf Deinem Geschäftskonto bei der Hausbank, sondern zunächst auf diesem myPOS-Konto, von wo Du sie weiterleiten kannst.
Das ist ein relevanter Unterschied zu klassischen Kassensystemen, die mit einem externen Acquiring-Vertrag arbeiten und Zahlungen direkt auf Dein gewähltes Konto buchen. Bei myPOS bist Du in einem Hybrid aus Zahlungsabwickler und E-Geld-Institut unterwegs.
Das aktuelle Sortiment für Deutschland:
| Gerät | Typ | Geeignet für |
|---|---|---|
| myPOS Flexi | Kompaktes Terminal mit integriertem Drucker, WLAN und 4G | Stationäre und mobile Zahlungspunkte |
| myPOS Glass | Software-Lösung für eigenes Android-Gerät oder iPhone | Tap-to-Pay ohne Extragerät |
Das aktuelle Hauptgerät für die Gastronomie ist der myPOS Flexi. Er verfügt über einen integrierten Bondrucker, läuft über WLAN und 4G gleichzeitig und unterstützt girocard, Debit- und Kreditkarten sowie NFC.
myPOS Kosten: Was Du wirklich zahlst
Bei den myPOS Kosten lohnt ein genauerer Blick, denn die Struktur ist nicht so simpel, wie die Werbebotschaft vermuten lässt.
Transaktionsgebühren 2026
myPOS erhebt keine monatliche Grundgebühr im Basismodell (One-Tarif). Du zahlst nur pro Transaktion. Das aktuelle Preismodell für Deutschland unterscheidet zwischen drei Abostufen:
| Tarif | Monatliche Gebühr | Transaktionsgebühr (Girocard / EU-Karten) |
|---|---|---|
| One | 0 € | 1,29 % |
| Plus | 19 € | 0,89 % |
| Pro | 39 € | 0,79 % |
Für Karten von außerhalb des EWR, Firmenkarten und Premium-Karten gelten abweichende, höhere Sätze. Die genauen Gebühren für alle Kartentypen veröffentlicht myPOS auf seiner Preisseite. In der Gastronomie mit einem Umsatzmix aus inländischen und internationalen Karten ist der tatsächliche Durchschnittssatz erfahrungsgemäß höher als der beworbene Einstiegswert.
Zum Vergleich: SumUp berechnet im Standard-Tarif 1,39 % für alle Vor-Ort-Zahlungen, unabhängig vom Kartentyp. Mit dem Plus-Abo (19 €/Monat) sinkt die Gebühr auf 0,79 %. Ein klassisches Gastro-Kassensystem mit dediziertem Acquiring-Vertrag über die Hausbank oder einen spezialisierten Zahlungsdienstleister liegt je nach Umsatzvolumen bei 0,3 % bis 0,9 % zuzüglich Fixgebühr.
Rechenbeispiel für ein mittelgroßes Café (15.000 € Kartenumsatz/Monat):
| Modell | Transaktionsgebühr | Monatliche Kosten |
|---|---|---|
| myPOS One (1,29 %) | 1,29 % | ca. 194 € |
| SumUp Standard (1,39 %) | 1,39 % | ca. 209 € |
| Dediziertes Acquiring (Ø 0,6 % + 20 € Fix) | variabel | ca. 110 € |
Der Unterschied zu einem professionellen Acquiring-Vertrag summiert sich auf mehrere tausend Euro pro Jahr, ein Faktor, den viele Gastronomen bei der Erstentscheidung unterschätzen.
Was das über 5 Jahre bedeutet (15.000 € Kartenumsatz/Monat):
| Modell | Monatliche Kosten | Kosten über 5 Jahre |
|---|---|---|
| myPOS One (1,29 %) | ca. 194 € | ca. 11.640 € |
| SumUp Standard (1,39 %) | ca. 209 € | ca. 12.540 € |
| Dediziertes Acquiring (Ø 0,6 % + 20 € Fix) | ca. 110 € | ca. 6.600 € |
Der scheinbar günstige Einstieg ohne Grundgebühr kostet bei diesem Umsatzvolumen über fünf Jahre rund 5.000 Euro mehr als ein Acquiring-Vertrag. Das ist keine abstrakte Zahl, das ist Geld, das direkt aus dem Deckungsbeitrag verschwindet.
Weitere Kosten, die oft übersehen werden
- Gebühren für SEPA-Überweisungen vom Merchant-Konto auf ein externes Bankkonto (im One-Tarif: 1 € pro Überweisung; im Plus-Tarif: 15 kostenlose Überweisungen pro Monat)
- Gebühren für Bargeldabhebungen (im One-Tarif: 1 %, mindestens 2 €)
- Optionale Zusatzmodule und Premium-Apps im myPOS App Store
- Höhere Monatstarife (Plus 19 €/Monat, Pro 39 €/Monat) für niedrigere Transaktionsgebühren
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myPOS Erfahrungen aus der Gastronomie
Die myPOS Erfahrungen auf Bewertungsportalen zeigen ein klares Muster: Hardware und Einrichtungskomfort werden gelobt, Kundensupport und Kontosperrungen sorgen für Frust. Auf Trustpilot kommt myPOS bei über 20.000 Bewertungen auf eine Gesamtbewertung von 4 von 5 Sternen – ein Wert, der auf den ersten Blick solide wirkt, aber deutliche Ausreißer nach unten hat.
Was Gastronomen positiv bewerten
Schnelle Ersteinrichtung ist der am häufigsten genannte Vorteil, viele Betriebe sind in unter 30 Minuten betriebsbereit. Die Sofortgutschrift auf das myPOS-Konto ist für Liquidität relevant, gerade wenn die Hausbank sonst 2 Tage braucht. Die Robustheit der Hardware wird auch bei Dauerbetrieb an der Bar oder bei Außenveranstaltungen gelobt. Trinkgeld-Funktion und die Dual-Konnektivität über WLAN und Mobilnetz sind in der Praxis nützlich.
Was Gastronomen kritisieren
Kontosperrungen ohne Vorwarnung sind das meistgenannte Problem, und das aus einem strukturellen Grund: myPOS operiert als E-Geld-Institut, nicht als klassische Bank. E-Geld-Institute unterliegen strengeren Risikomodellen bei ungewöhnlichen Umsatzmustern. Saisonbetriebe, die im Sommer 10.000 € Umsatz machen und im Winter 500 €, oder Betriebe mit großen Einzeltransaktionen, etwa Catering-Rechnungen, triggern diese Algorithmen regelmäßig. Wer eine Eisdiele eröffnen möchte, sollte dieses Risiko besonders ernst nehmen: Starke saisonale Schwankungen zwischen Sommerpeak und Winterbetrieb sind exakt das Muster, das bei Fintech-Anbietern Konten einfriert. Das Ergebnis: Zahlungsverkehr unterbrochen, Support schwer erreichbar.
Ein konkretes Szenario aus der Praxis: Ein Foodtruck-Betreiber nutzt myPOS zwei Jahre problemlos für seinen Stand. Er expandiert, eröffnet einen zweiten Standort und stellt fest, dass er für Mitarbeiter keine separaten Logins einrichten kann, kein Küchendisplay anbinden kann und der monatliche Umsatz beider Standorte plötzlich zu einer Kontosperrung führt, weil das System ihn als Risikofall einstuft. Er wechselt zu einem dedizierten Gastro-Kassensystem. Das ist kein Einzelfall, sondern ein typischer Entwicklungspfad.
myPOS vs. SumUp vs. Gastro-Kassensystem: Der direkte Vergleich
| Kriterium | myPOS (One-Tarif) | SumUp (Standard) | Dediziertes Gastro-Kassensystem |
|---|---|---|---|
| Gerätepreis | Flexi: Preis auf Website | ab 39 € (Air) | ab 400 € (Hardware gesamt) |
| Monatliche Grundgebühr | 0 € (One) / 19–39 € (Plus/Pro) | 0 € (Standard) / 19 € (Plus) | 0–80 € |
| Transaktionsgebühr EU-Karten | 1,29 % | 1,39 % | 0,3–0,9 % |
| TSE-Zertifizierung (DE) | Nicht integriert | Nicht integriert | Integriert |
| GoBD-Konformität | Eingeschränkt | Eingeschränkt | Vollständig |
| Tischverwaltung | Basis | Basis | Vollständig |
| Küchendisplay | Nein | Nein | Ja |
| Mitarbeiter-Logins | Eingeschränkt | Eingeschränkt | Vollständig |
| Vertragsbindung | Keine | Keine | Oft 12–24 Monate |
| Kontosperrungsrisiko | Erhöht (E-Geld-Institut) | Mittel | Gering |
| Schnittstellen (Lieferando etc.) | Keine | Keine | Ja |
Der Tabelle lässt sich entnehmen: Für einfache Zahlungsszenarien sind myPOS und SumUp vergleichbar. Sobald gastronomische Anforderungen wie Tischservice, Mitarbeiterverwaltung, Küchenkommunikation oder rechtliche Compliance hinzukommen, sind beide Payment-Terminals überfordert.
myPOS: Pro und Kontra auf einen Blick
| Pro | Kontra |
|---|---|
| Keine Vertragsbindung | Keine integrierte TSE für Deutschland |
| Schnelle Einrichtung (unter 30 Min.) | Kontosperrungsrisiko bei Umsatzausschlägen |
| Sofortige Gutschrift auf Merchant-Konto | Eingeschränkte Mitarbeiterverwaltung |
| Mobil über WLAN und 4G | Kein Küchendisplay / Küchendrucker |
| Einmaliger Gerätekauf, keine Monatsgebühr | Transaktionsgebühren bei Premiumkarten bis 2,90 % |
| Trinkgeld-Funktion integriert | Kein DSFinV-K-Export / Z-Bon out of the box |
| Robuste Hardware | Support laut Nutzerbewertungen unzuverlässig |
myPOS und die TSE-Pflicht: Was Du jetzt wissen musst
Das ist einer der kritischsten Punkte für Gastronomen in Deutschland, und er wird in vielen myPOS-Bewertungen ignoriert.
Seit 2020 schreibt die KassenSichV vor, dass jedes elektronische Aufzeichnungssystem über eine zertifizierte Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) verfügen muss. Alle Kassenvorgänge müssen digital signiert, unveränderbar gespeichert und im DSFinV-K-Format exportierbar sein. Seit dem 1. Januar 2025 besteht zusätzlich die Kassenmeldepflicht nach § 146a Abs. 4 AO: Dein Kassensystem muss über ELSTER beim Finanzamt registriert sein. Wer das bis zum 31. Juli 2025 nicht nachgeholt hat, bewegt sich in steuerlich riskanten Gewässern. Verstöße gegen § 146a AO sind Ordnungswidrigkeiten nach § 379 AO und können mit Bußgeldern bis zu 25.000 Euro geahndet werden; unabhängig davon, ob tatsächlich Steuern verkürzt wurden.
myPOS erfüllt diese Anforderungen für den deutschen Markt nicht als Standalone-Lösung. Das Gerät ist ein Zahlungsterminal, das europäische Zahlungsstandards (PCI DSS, EMV) erfüllt, aber kein nach KassenSichV zertifiziertes Kassensystem. Wer myPOS in der Gastronomie einsetzt, benötigt zwingend eine ergänzende Kassensoftware mit TSE-Zertifizierung und ELSTER-Anbindung. Das erhöht den Aufwand und die Kosten gegenüber einem integrierten Gastro-Kassensystem erheblich.
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Für wen ist myPOS geeignet, für wen nicht?
myPOS passt zu Dir, wenn:
- Du ein mobiles Konzept betreibst: Foodtruck, Pop-up, Catering, Marktstand
- Du einen oder maximal zwei Zahlungspunkte hast
- Dein monatliches Kartenumsatzvolumen unter 8.000 bis 10.000 Euro liegt
- Du keine komplexen Mitarbeiterverwaltung oder Tischservice-Funktionen brauchst
- Du testweise starten willst, ohne Vertragsbindung
myPOS ist weniger geeignet, wenn:
- Du ein Restaurant, Café oder eine Bar mit Tischservice betreibst
- Du mehrere Mitarbeiter mit unterschiedlichen Zugriffsrechten verwaltest
- Du DSFinV-K-konforme Kassenberichte, Z-Bons und Tagesabschlüsse brauchst
- Du Schnittstellen zu Lieferando, Warenwirtschaft oder Buchhaltungssoftware nutzt
- Dein Betrieb saisonal stark schwankt (erhöhtes Sperrungsrisiko)
- Du auf rechtssichere TSE-Zertifizierung ohne Zusatzsoftware angewiesen bist
Wer beispielsweise ein Café eröffnen möchte, steht vor genau dieser Frage: Reicht ein Terminal für den Start, oder braucht es von Anfang an ein vollständiges System mit Tischverwaltung und TSE? Die Antwort hängt weniger vom Konzept als von der geplanten Betriebsgröße ab. Ein Café mit vier Tischen und einem Zahlungspunkt funktioniert mit myPOS. Eins mit zehn Tischen, zwei Servicekräften und Mittagskarte nicht.
Du weißt, dass myPOS für Deinen Betrieb zu wenig ist, aber weißt nicht, welches System wirklich passt? GastroRocket vergleicht spezialisierte Gastro-Kassensysteme nach Betriebstyp, Umsatzvolumen und gesetzlichen Anforderungen. Jetzt kostenlos anmelden und individuelle Angebote erhalten!
Checkliste: Ist myPOS das Richtige für Deinen Betrieb?
Beantworte die folgenden Fragen ehrlich:
- Hast Du maximal 1–2 Zahlungspunkte?
- Liegt Dein monatlicher Kartenumsatz unter 10.000 Euro?
- Brauchst Du keine Tischverwaltung mit mehreren Bereichen?
- Brauchst Du kein Küchendisplay oder Küchendrucker?
- Ist Vertragsbindung Dein Hauptausschlusskriterium?
- Hast Du eine separate TSE-zertifizierte Kassenlösung oder brauchst Du diese nicht?
Wenn Du alle sechs Felder abhaken kannst: myPOS deckt Deine Grundanforderungen ab. Wenn zwei oder mehr Felder offen bleiben: Du brauchst ein dediziertes Gastro-Kassensystem, das über die Funktionen von myPOS hinausgeht und gleichzeitig rechtlich abgesichert ist.
Was braucht ein vollständiges Gastro-Kassensystem stattdessen?
Wer über myPOS hinauswächst oder von Anfang an mehr braucht, sollte gezielt nach Anbietern suchen, die folgende Kernfunktionen abdecken:
- TSE-Zertifizierung inklusive DSFinV-K-Export und ELSTER-Meldung
- Tisch- und Bereichsverwaltung mit flexibler Belegung und Umbuchung
- Mitarbeiter-Logins mit Rollenrechten und Kassenberichten je Kassiererin
- Küchendisplay oder Küchendrucker für reibungslose Bestellkommunikation
- Tagesabschluss und Z-Bon für GoBD-konforme Kassenführung
- Schnittstellen zu Lieferando, Wolt, Buchhaltungssoftware und Warenwirtschaft
- Skalierbares Mehrkassenmodell für Wachstum oder weitere Standorte
Besonders relevant ist das für Betriebe mit Ausschankbetrieb: Wer eine Kneipe eröffnen möchte, braucht neben Tischverwaltung und Splitbezahlung oft auch Schnittstellen zu Getränkelieferanten und eine verlässliche Offline-Funktionalität für Stoßzeiten. Alles Anforderungen, die ein reines Zahlungsterminal nicht erfüllen kann.
Die Preisunterschiede zwischen den Anbietern sind erheblich. Einstiegslösungen für kleine Cafés beginnen ab ca. 30 bis 50 Euro monatlich inklusive TSE. Vollständige Systeme für Restaurants mit mehreren Kassenplätzen und Küchendisplay liegen bei 80 bis 200 Euro monatlich, zuzüglich Hardware. Wer diese Angebote direkt vergleicht, spart nicht nur Geld, sondern vermeidet eine Fehlinvestition, die im laufenden Betrieb teuer wird.
3 Fehler, die Gastronomen mit myPOS teuer zu stehen kommen
Fehler 1: myPOS als vollständiges Kassensystem betreiben, ohne TSE-Ergänzung Das passiert häufig bei schnellen Gründungen oder Übernahmen. Wer etwa einen Imbiss eröffnet und sich mit myPOS schnell einsatzbereit fühlt, übersieht oft, dass das Gerät technisch einwandfrei funktioniert, aber ohne zertifizierte TSE-Lösung die Kassenbuchführung nicht KassenSichV-konform ist. Bei einer unangekündigten Kassennachschau durch das Finanzamt wird das zum Problem.
Fehler 2: Den Umsatz durch myPOS-Gebühren nicht gegenrechnen Viele Gastronomen schauen auf den Gerätepreis und die Grundgebühr von null Euro. Die Transaktionsgebühren werden erst im laufenden Betrieb schmerzhaft spürbar, dann aber dauerhaft. Wer seinen monatlichen Kartenumsatz kennt, kann in fünf Minuten ausrechnen, ob ein Wechsel zu einem Acquiring-Vertrag monatlich dreistellig spart.
Fehler 3: Bei Wachstum zu lange an myPOS festhalten Das System funktioniert gut für Phase eins. Sobald ein zweiter Standort, ein zweites Gerät oder Mitarbeiter mit eigenem Login dazukommen, zeigt myPOS seine Grenzen. Wer den Wechsel zu lange aufschiebt, macht ihn mitten in der Wachstumsphase, mit den damit verbundenen Umstellungskosten und Systemausfallrisiken.
Wie GastroRocket Deine Entscheidung unterstützt
myPOS ist nur eine von vielen Optionen. Die richtige Wahl hängt immer von Deinem Betrieb ab. Über GastroRocket kannst Du verschiedene Kassensysteme vergleichen und fundierte Entscheidungen treffen.
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So kannst Du Kassensysteme nicht isoliert betrachten, sondern im Kontext Deines gesamten Betriebs bewerten.
In 3 Schritten zum passenden Kassensystem über GastroRocket
Eine Kassensystem-Entscheidung ist keine, die Du mal eben zwischen zwei Schichten triffst. Wer hier überstürzt entscheidet, zahlt das oft über Jahre. GastroRocket macht den Vergleich strukturiert, unabhängig und kostenlos.
Schritt 1: Betrieb anlegen und Anforderungen definieren Melde Dich kostenlos an und trage die wichtigsten Eckdaten Deines Betriebs ein: Konzepttyp, Betriebsgröße, Anzahl der Zahlungspunkte und ob Du TSE, Tischverwaltung oder Lieferplattform-Anbindung benötigst. Das dauert unter zwei Minuten und sorgt dafür, dass Dir nur Systeme vorgeschlagen werden, die wirklich zu Deinen Anforderungen passen.
Schritt 2: Anbieter vergleichen mit echten Gastro-Bewertungen GastroRocket gibt Dir Zugang zu über 800 geprüften Anbietern, inklusive über 5.000 Bewertungen von Gastronomen aus der Praxis. Du siehst auf einen Blick, welche Systeme für Deinen Betriebstyp empfohlen werden, was sie kosten und wo andere Gastronomen Stärken und Schwächen sehen. Kein Herstellermarketing, sondern Erfahrungswerte aus dem echten Betrieb.
Schritt 3: Individuelle Angebote mit Bestpreis-Garantie anfragen Sobald Du weißt, welche Systeme für Dich in Frage kommen, kannst Du direkt über GastroRocket Angebote anfragen. Als GastroRocket-Nutzer profitierst Du von ausgehandelten Partnerkonditionen, die Du so nicht direkt beim Anbieter bekommst. Ohne Kaltakquise, ohne Verkaufsgespräche, in Deinem eigenen Tempo.
Fazit: myPOS ist ein Zahlungsterminal, kein Gastro-Kassensystem
myPOS ist für den Zweck gebaut, für den es konzipiert wurde: unkomplizierte Kartenzahlungen ohne Vertragsbindung, schnell einsatzbereit, mobil nutzbar. Innerhalb dieses engen Rahmens funktioniert das System.
Für Gastronomen mit Tischservice, Mitarbeitern, gesetzlichen Compliance-Anforderungen oder Wachstumsplänen ist myPOS aber kein vollständiges Kassensystem. Es fehlen TSE-Zertifizierung, Tagesabschlussfunktionen, Küchenkommunikation und die notwendigen Schnittstellen. Wer das ignoriert und myPOS als Hauptkassensystem betreibt, riskiert Bußgelder durch fehlende TSE, einen unübersichtlichen Zahlungsverkehr und früher oder später einen teuren Systemwechsel mitten im Betrieb.
Die wichtigste Frage ist nicht, ob myPOS gut oder schlecht ist. Die Frage ist, ob es zu Deinen konkreten Anforderungen passt, heute und in zwei Jahren.
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Hinweis: Preisangaben und Gebührenstrukturen basieren auf den zum Zeitpunkt der Veröffentlichung öffentlich zugänglichen Anbieterinformationen (Stand: Juni 2026) und können sich ändern. Steuer- und Compliance-Fragen solltest Du mit einem Steuerberater klären.
Quellen: myPOS Preisseite (mypos.com/de-de/pricing-and-fees, Stand Juni 2026)
SumUp Preisseite (sumup.com/de-de/preise, Stand Juni 2026)
Creditreform Wirtschaftsforschung: Gastronomie-Insolvenzen 2025 (März 2026)
§ 146a AO i.V.m. § 379 AO (Abgabenordnung)
KassenSichV (Kassensicherungsverordnung, BGBl. 2017)
Trustpilot-Nutzerbewertungen mypos.com (über 20.000 Bewertungen, Stand 2025/2026)
Häufige Fragen zu myPOS
Nein. myPOS ist ein Zahlungsterminal mit grundlegenden Kassenfunktionen, aber kein vollständiges Gastro-Kassensystem. Es fehlen eine nach KassenSichV zertifizierte TSE, DSFinV-K-konforme Tagesabschlüsse, vollwertige Tischverwaltung, Küchendisplay-Anbindung und Mitarbeiter-Logins mit Rechteverwaltung. Für Betriebe mit Tischservice oder mehreren Mitarbeitern ist myPOS allein nicht ausreichend.
myPOS erhebt im Basis-Tarif (One) keine monatliche Grundgebühr, berechnet aber 1,29 % Transaktionsgebühr für Girocard- und EU-Kartenzahlungen. Für Nicht-EWR- und Firmenkarten gelten höhere Sätze. Bei 15.000 Euro Kartenumsatz im Monat entstehen im One-Tarif rund 194 Euro an Transaktionskosten. Ein dediziertes Kassensystem mit Acquiring-Vertrag liegt bei vergleichbarem Umsatz oft bei rund 110 Euro monatlich.
Ja, wenn Du myPOS in Deutschland als elektronisches Kassensystem einsetzt. Die KassenSichV verpflichtet seit 2020 jeden Betrieb, der elektronisch kassiert, zur zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE). myPOS selbst liefert diese nicht mit. Du benötigst zwingend eine ergänzende Kassensoftware mit TSE-Zertifizierung. Ohne TSE drohen Bußgelder bis 25.000 Euro.
Für sehr kleine Betriebe mit einem Zahlungspunkt sind beide Lösungen vergleichbar. myPOS berechnet im One-Tarif 1,29 % für EU-Karten ohne Grundgebühr, SumUp 1,39 % pauschal für alle Kartentypen. Keines der beiden Systeme bietet integrierte TSE, vollständige Tischverwaltung oder Küchendisplay. Für Gastronomen mit Tischservice ist ein dediziertes Gastro-Kassensystem die passendere Wahl. Einen strukturierten Anbietervergleich mit echten Gastro-Bewertungen bietet GastroRocket kostenlos.
Nein. Das myPOS-Gerät wird einmalig gekauft, das Merchant-Konto wird ohne Mindestlaufzeit eingerichtet. Es gibt keinen Abo-Zwang und keine Kündigungsfrist. Für Betriebe, die flexibel bleiben wollen, entfällt damit eine Vertragsbindung – allerdings ist kein laufender Anbieter-Support im Sinne eines Servicevertrags inbegriffen.