Katharina Vogt
Redaktion GastroRocket
ready2order Kassensystem: Das steckt wirklich dahinter
Du planst deine Gastro-Eröffnung oder überlegst, dein bestehendes System auszutauschen? Das ready2order Kassensystem gehört zu den meistdiskutierten POS-Lösungen im deutschsprachigen Raum, und das nicht ohne Grund. Gleichzeitig tauchen rund um den Anbieter viele Fragen auf: Was kostet die ready2order Kasse wirklich? Für wen passt sie? Und was sind die Haken, über die niemand spricht? Dieser Ratgeber beantwortet genau das, klar, ehrlich und ohne Marketing-Sprache.
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Warum die Kassenwahl über Erfolg und Stress entscheidet
Die Kasse ist kein Gerät, das du einmal einrichtest und dann vergisst. Sie ist das operative Herzstück deines Betriebs. Hier laufen Bestellungen, Tischbelegung, Abrechnungen, Trinkgeldverwaltung, Tagesabschluss und Warenwirtschaft zusammen.
Ein ungeeignetes System kostet dich nicht nur Geld, es kostet dich täglich Zeit, erzeugt Fehler im Service und nervt dein Personal. Das merkt man meistens erst dann, wenn das Haus voll ist und die Abläufe ins Stocken geraten. In unserer Arbeit mit über 1.500 Gastronomen bei GastroRocket ist die falsche Kassenwahl einer der am häufigsten genannten Fehler in der Gründungsphase.
Was ist ready2order?
ready2order wurde 2015 in Wien gegründet, ursprünglich gemeinsam mit Gastronomen entwickelt, um die Abwicklung von Bestellungen zu vereinfachen. Heute positioniert sich der Anbieter als cloudbasierte Registrierkasse für Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleister, nutzbar auf iOS, macOS, Android, Windows und im Browser.
Der Kern der Philosophie: Du brauchst keine teure Spezial-Hardware. Wer schon ein iPad oder ein Android-Tablet hat, kann theoretisch sofort starten. Über 16.000 Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz arbeiten mit dem System. Seit Juli 2023 gehört ready2order zur Zucchetti Group, einem der größten IT-Konzerne Europas mit Sitz in Italien, was für Kontinuität beim Produkt spricht, aber auch bedeutet, dass Preisentscheidungen nicht mehr allein beim ursprünglichen Gründerteam liegen.
Die Funktionen im Überblick: Was ready2order kann
Basis-Funktionen für alle Betriebe
Das Basissystem deckt die klassischen Kassenfunktionen ab: Artikelverwaltung, Zahlungsabwicklung, Belegausgabe, Tagesabschluss, Z-Bericht und Mitarbeiterverwaltung. Für Foodtrucks, Kioske oder Betriebe ohne Tischservice ist das in vielen Fällen ausreichend. Hinzu kommen Auswertungen nach Umsatz, Zahlart und Zeitraum sowie eine DATEV-Schnittstelle für den Datenaustausch mit dem Steuerberater.
Das Gastro-Paket: Was Restaurants und Cafés wirklich brauchen
Wer einen Tischbetrieb führt, kommt um das kostenpflichtige Gastro-Paket nicht herum. Es enthält alle Funktionen, die im laufenden Servicebetrieb tatsächlich gebraucht werden: Tischübersicht, getrennte Rechnungen, Außer-Haus-Funktion für den korrekten Steuersatz, Beilagenmanagement für Sonderwünsche, Funkbonierung in Küche und Bar, Happy-Hour-Verwaltung und Menügangauswahl. Wer ohne diese Features starten will, wird spätestens beim dritten Tisch mit Sonderwünschen merken, warum sie existieren.
Hardware-Optionen
Du bist beim Kassensystem ready2order nicht an bestimmte Hardware gebunden. Der readyMini funktioniert als Kasse oder Kartenterminal, der mobile readyGo hat eine integrierte SIM-Karte für stabiles Internet unterwegs, der readyMax ist die stationäre Lösung für die Theke. Wer vorhandene Geräte nutzen möchte, installiert die App einfach auf dem eigenen Tablet oder Smartphone.
Was kostet ready 2 order wirklich?
Hier wird es konkret, denn der Preis auf den ersten Blick und der Preis im laufenden Betrieb sind zwei verschiedene Dinge.
| Kostenposition | Betrag |
|---|---|
| Basis-Abo (Jahresvertrag, pro Gerät) | ab 35,90 €/Monat |
| Gastro-Paket (Tischbetrieb) | + 22,90 €/Monat |
| TSE (gesetzlich verpflichtend, Deutschland) | + 14,90 €/Monat (178,80 €/Jahr) |
| Kassenbuch (optional, empfohlen) | + 12,90 €/Monat |
| Digitaler Beleg (optional) | + 7,90 €/Monat |
| Transaktionsgebühren (Kartenzahlung) | 1,23 % pro Transaktion |
Für ein Restaurant mit Tischbetrieb, TSE und Kassenbuch sind das realistisch 75 bis 90 Euro pro Monat und Gerät. Das ist keine böse Überraschung, wenn du es von Anfang an einkalkulierst. Es wird aber dann zum Problem, wenn du nur den Einstiegspreis im Kopf hast.
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Rechtssicherheit: TSE, GoBD und KassenSichV
Ein Thema, das viele Gründer unterschätzen, bis sie das erste Mal eine Betriebsprüfung erleben. Das ready2order Kassensystem erfüllt in Deutschland alle Vorgaben nach KassenSichV und GoBD inklusive TSE. Seit Januar 2025 gilt außerdem eine aktive Meldepflicht: Kassensysteme müssen mit Seriennummer und TSE-Zertifizierung beim Finanzamt registriert sein. Wer das versäumt, riskiert Nachforderungen und Bußgelder, unabhängig davon, wie ordentlich die Buchführung sonst läuft. ready2order begleitet diesen Prozess technisch, die Anmeldung selbst liegt beim Betreiber.
Für wen eignet sich die ready2order Kasse?
ready2order passt besonders gut zu kleinen und mittleren Betrieben, die schnell starten wollen und keine hohen Hardware-Vorabinvestitionen riskieren möchten. Die folgende Übersicht gibt dir eine ehrliche Einschätzung:
| Betriebstyp | Eignung | Grund |
|---|---|---|
| Café, Bistro, Bar, Eiscafé | Sehr gut | Schnelle Einrichtung, Tischbetrieb gut abgedeckt, Kosten überschaubar |
| Kleines bis mittleres Restaurant | Gut | Gastro-Paket deckt Alltagsbedarf, stabile Internetverbindung vorausgesetzt |
| Foodtruck, Kiosk, Marktstand | Gut | Basis-Paket ausreichend, readyGo mit SIM-Karte ideal für mobilen Einsatz |
| Restaurant mit Lieferservice | Bedingt | Keine native Lieferando-Integration, externe Lösungen nötig |
| Großbetrieb, komplexe Filialstruktur | Nicht geeignet | Grenzen bei mehr als 5.000 Artikeln und zentraler Filialkontrolle |
Ein Praxisbeispiel: Ein Café mit 10 Tischen, das täglich wechselnde Tagesgerichte anbietet und mit einem kleinen Team arbeitet, ist der ideale ready2order-Betrieb. Einrichtung in 1 bis 2 Tagen, das Personal ist nach wenigen Stunden sicher damit, die monatlichen Gesamtkosten liegen bei rund 75 Euro. Ein Restaurant mit 80 Sitzplätzen, mehreren Servicezonen und eigenem Lieferservice sollte hingegen genauer prüfen, ob das System alle Anforderungen langfristig abdeckt.
Die Schwachstellen: Was du wissen solltest, bevor du unterschreibst
Kein System ist perfekt. Drei Punkte solltest du bei ready2order kennen, bevor du den Vertrag unterschreibst:
Offline-Modus: Im Offline-Betrieb ist nur der Bezahlvorgang möglich. Bestellaufnahme, Tischverwaltung und Funkbonierung funktionieren nicht ohne Internetverbindung. Für städtische Betriebe mit stabilem WLAN kein Problem. Wer in einem Altbaukeller oder einer funkschwachen Lage sitzt, sollte das vorab ernsthaft testen.
Support: Das Bild ist gemischt. Viele Nutzer loben schnelle Hilfe, andere berichten von längeren Wartezeiten und unbefriedigenden Lösungen, besonders seit der Übernahme durch Zucchetti. Wenn kurz vor dem Mittagsservice etwas nicht funktioniert, ist ein träger Support ein echtes Betriebsrisiko.
Preisanpassungen: Einzelne Nutzer berichten, dass Preiserhöhungen teils kurzfristig und ohne ausreichende Vorab-Kommunikation kamen. Prüfe die Vertragsbedingungen sorgfältig und plane einen Kostenpuffer ein.
ready2order im Vergleich: Wie schneidet der Anbieter ab?
In unabhängigen Kassensystem-Vergleichen 2026 landet ready2order regelmäßig auf den vorderen Plätzen, vor allem dank einfacher Bedienbarkeit, Hardware-Flexibilität und transparenter Kostenstruktur. Für reine Gastronomie-Betriebe mit komplexen Anforderungen schneiden spezialisierte Systeme wie Lightspeed oder SumUp in einzelnen Kategorien besser ab.
Das zeigt: ready2order ist eine starke Allround-Lösung, aber nicht für jeden Betrieb automatisch die beste Wahl. Welches System wirklich zu deinem Konzept, Budget und deiner Betriebsgröße passt, lässt sich am besten durch einen strukturierten Vergleich herausfinden.
In 3 Schritten zum richtigen ready2order Kassensystem
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Häufig gestellte Fragen zu ready2order
Für Gastronomiebetriebe mit Tischbetrieb liegen die realistischen Gesamtkosten bei 75 bis 90 Euro pro Monat und Gerät. Das setzt sich zusammen aus dem Basis-Abo (35,90 Euro), dem Gastro-Paket für Tischbetrieb (22,90 Euro) und der gesetzlich verpflichtenden TSE (ca. 14,90 Euro). Wer zusätzlich das Kassenbuch bucht, zahlt weitere 12,90 Euro. Transaktionsgebühren bei Kartenzahlung kommen mit 1,23 Prozent pro Umsatz obendrauf. Der Einstiegspreis von 35,90 Euro gilt nur für Betriebe ohne Tischservice.
Das ready 2 order Kassensystem eignet sich am besten für Cafés, Bistros, Bars und kleine bis mittlere Restaurants. Mit dem Gastro-Paket sind Funkbonierung, Tischplan, Beilagenmanagement und getrennte Rechnungen vollständig abgedeckt. Nicht geeignet ist ready2order für Betriebe mit mehr als 5.000 Artikeln, komplexen Filialstrukturen oder einer nativen Lieferservice-Integration. Wer unsicher ist, ob das System zum eigenen Konzept passt, findet bei GastroRocket einen kostenlosen Vergleich von über 800 geprüften Kassensystem-Anbietern, darunter alle relevanten Alternativen mit echten Gastronomen-Bewertungen.
Nein, im Vollumfang nicht. Das ready2order Kassensystem setzt für Bestellaufnahme, Tischverwaltung und Funkbonierung eine stabile Internetverbindung voraus. Im Offline-Modus ist ausschließlich der Bezahlvorgang möglich. Bereits erfasste Daten werden nach Wiederherstellung der Verbindung automatisch synchronisiert. Wer in einem Altbau, Keller oder einer funkschwachen Lage arbeitet, sollte die WLAN-Stabilität vor Vertragsabschluss prüfen, da ein Ausfall im laufenden Service ein echtes Betriebsrisiko darstellt.
Das Basis-Abo deckt die Standardfunktionen einer cloudbasierten Registrierkasse ab: Artikelverwaltung, Zahlungsabwicklung, Z-Bericht, DATEV-Export und Mitarbeiterverwaltung. Es reicht für Foodtrucks, Kioske und Betriebe ohne Tischbedienung. Das Gastro-Paket ergänzt diese Basis um alle servicekritischen Gastro-Funktionen: Tischplan, Funkbonierung, Beilagenmanagement, getrennte Rechnungen, Außer-Haus-Funktion und Happy-Hour-Verwaltung. Für jeden Betrieb mit Tischbetrieb ist das Gastro-Paket Pflicht, kein optionaler Zusatz.
In unabhängigen Kassensystem-Vergleichen 2026 belegt ready2order regelmäßig Spitzenplätze, vor allem wegen seiner einfachen Bedienbarkeit, Hardware-Flexibilität und dem soliden Preis-Leistungs-Verhältnis. Für reine Gastronomiebetriebe mit komplexen Anforderungen schneiden spezialisierte Systeme wie Lightspeed in einzelnen Kategorien besser ab. Ein pauschales Urteil greift hier zu kurz: Die richtige Kassenlösung hängt vom Konzept, der Betriebsgröße und dem Budget ab. Wer verschiedene Systeme strukturiert vergleichen will, findet auf GastroRocket über 5.000 echte Gastronomen-Bewertungen als Entscheidungsgrundlage.