Katharina Vogt
Redaktion GastroRocket
Nexi Terminal in der Gastronomie: Kosten, Geräte und Erfahrungen im Überblick
Kartenzahlung ist im Gastrobetrieb längst Standard. Wer das falsche Terminal wählt, zahlt zu viel, wartet im Problemfall zu lange und bindet sich unnötig. Dieser Ratgeber erklärt, für wen Nexi passt und für wen nicht.
- Gerätetypen: Stationär · Mobil · SoftPOS
- Laufzeiten: 0 bis 60 Monate
- Disagio ab: 0,79 % (bei 48-Monats-Tarif, Stand April 2026)
- Terminalmiete ab: 15 €/Monat zzgl. MwSt., stationär
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Was ist Nexi und was macht das Unternehmen?
Nexi ist der Nachfolger von Concardis und gehört heute zu einem der größten Zahlungsdienstleister Europas – mit denselben Geräten, Tarifen und Ansprechpartnern wie zuvor.
Was macht Nexi konkret? Nexi stellt Kartenlesegeräte bereit und wickelt bargeldlose Zahlungen als sogenannter Acquirer ab. Nexi schließt den Kartenakzeptanzvertrag, verarbeitet jede Transaktion über die Kartennetzwerke von Visa, Mastercard und Girocard und überweist die Umsätze täglich auf Dein Konto. Zusätzlich gibt es digitales Belegmanagement, eine App zur Transaktionsübersicht und optionale Erweiterungen wie Dynamic Currency Conversion für internationale Gäste.
Für die Gastronomie ist Nexi vor allem deshalb ein relevanter Anbieter, weil das Produktportfolio mobile Terminals mit Trinkgeldfunktion und automatischer WLAN/4G-Umschaltung umfasst. Das unterscheidet Nexi technisch von reinen Einstiegslösungen wie SumUp, die diese Funktionskombination so nicht anbieten.
Nexi Terminals: Welches Gerät passt zu welchem Betrieb?
Das Nexi Kartenlesegerät gibt es nicht als Einheitslösung. Je nach Betriebstyp, Standort und Serviceart braucht man unterschiedliche Hardware.
Tischservice: Mobile A920 / A77
Für das klassische Restaurant mit Tischservice.
Funktioniert im WLAN des Lokals und schaltet bei schwachem Signal automatisch auf 4G um.
→ Integrierter Bondrucker (A920)
→ Trinkgeldfunktion integriert
→ QR-Code-Belegversand
→ WLAN + 4G automatisch
→ Android-basiert
Theke / Kasse: Desk 5000 / Lane 5000
Stationäres Terminal für den festen Standort.
Stabile Verbindung, direkter Kassenschluss möglich, hoher Durchsatz.
→ LAN oder WLAN
→ Ein-Kabel-Lösung (Strom + Internet)
→ Direktanbindung an Kassensoftware
→ PIN-Sichtschutz
→ Für hohen Durchsatz ausgelegt
Einstieg / Mobil: SoftPOS / Tap to Pay
Das iPhone übernimmt die Funktion des Kartenlesegeräts. Kein separates Gerät nötig.
Nur für iOS, Android nicht unterstützt.
→ Nur iPhone (kein Android)
→ Aktivierung in 48 Stunden online
→ Kein Hardware-Kauf nötig
→ Betragslimit je nach Karte
→ Für Imbisse, Foodtrucks, Events
Nexi Kassensystem, Einrichtung und Kassenintegration
Ein häufiges Missverständnis: Nexi ist kein vollständiges Kassensystem. Das Nexi System besteht aus Terminal, Kartenakzeptanzvertrag und Zahlungsabwicklung. Wer eine vollwertige Gastro-Kasse braucht, die Tische verwaltet, Bestellungen aufnimmt und mit der Warenwirtschaft verbunden ist, muss eine separate Kassensoftware einsetzen und diese an das Nexi Terminal anbinden. Kompatibel sind unter anderem Lightspeed und orderbird. Welche Software in Deinem Fall funktioniert, muss vor Vertragsabschluss konkret geprüft werden.
Für kleinere Betriebe ohne komplexe Anforderungen reicht das mitgelieferte SmartPay-Portal. Es bietet Transaktionsübersicht und einfache Umsatzreports per App. Wer mehrere Standorte, Tischpläne oder Personalmanagement benötigt, stößt damit schnell an Grenzen.
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Wie lange dauert die Einrichtung?
Laut Nexi sind Terminals wenige Tage nach Vertragsabschluss einsatzbereit. In der Praxis berichten Kunden von Lieferzeiten zwischen zwei und vier Wochen, besonders bei Neubestellungen. Wer termingebunden plant, sollte das früh kommunizieren und schriftlich bestätigen lassen. Der SoftPOS ist innerhalb von 48 Stunden nach Vertragsabschluss online aktiv. Technisches Vorwissen ist für die Inbetriebnahme in der Regel nicht nötig: Die Terminals kommen vorkonfiguriert und sind im Betrieb direkt einsatzbereit.
TSE-Pflicht beachten: Seit 2020 müssen elektronische Kassensysteme in Deutschland mit einer Technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet sein. Reine Kartenlesegeräte ohne Kassensystemanbindung fallen in der Regel nicht darunter. Sobald Du das Nexi Terminal jedoch an Deine Kassensoftware koppelst, muss das Gesamtsystem TSE-konform sein. Kläre das mit Deinem Kassensoftware-Anbieter vorab.
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Nexi Kosten und Gebühren im Detail
Die Kostenstruktur bei Nexi hängt von Tarif, Laufzeit und Umsatzvolumen ab. Ein Vergleich pauschaler Aussagen hilft hier wenig. Was zählt, sind die eigenen Zahlen.
| Kostenart | Betrag (ca.) | Hinweis |
|---|---|---|
| Monatliche Terminalmiete | ab 15 €/Monat | Stationär günstiger als mobil; 19 €/Monat für MobilePOS-Varianten |
| Einmalige Bereitstellungsgebühr | ca. 99 € | Bei Aktionsangeboten teils entfallend |
| Disagio (alle Karten) | 0,79–1,19 % | 0,79 % ab 48 Monate Laufzeit; 1,19 % bei kürzeren Tarifen |
| Girocard-Disagio (Laufzeittarif) | ab 0,22 % | Nur in bestimmten Laufzeittarifen, nicht im Blended-Modell |
| Mindestlaufzeit | 0–60 Monate | Ohne Laufzeit = höhere Transaktionsgebühren |
(Quelle: www.nexi.de, Stand Mai 2026)
Nexi führt zeitlich begrenzte Aktionsangebote durch. Aktuelle Konditionen immer direkt bei Nexi anfragen.
Zwei Gastro-Szenarien im direkten Vergleich
Kleines Café – 8.000 € Kartenumsatz/Monat
- Terminalmiete: 19 €
- Disagio 1,19 % (kurzer Vertrag): 95 €
- Monatliche Gesamtkosten: ca. 114 €
- Mit 48-Monats-Tarif (0,79 %): ca. 82 €
- Differenz pro Jahr: ca. 384 €
Restaurant – 30.000 € Kartenumsatz/Monat
- Terminalmiete (2 Geräte): 38 €
- Disagio 1,19 % (kurzer Vertrag): 357 €
- Monatliche Gesamtkosten: ca. 395 €
- Mit 48-Monats-Tarif (0,79 %): ca. 275 €
- Differenz pro Jahr: ca. 1.440 €
Die Szenarien zeigen: Je höher der Kartenumsatz, desto stärker wirkt sich das Disagio aus. Beim Restaurant mit 30.000 Euro monatlichem Kartenumsatz beträgt der Unterschied zwischen den Tarifen über 1.400 Euro pro Jahr – allein durch die Wahl der Laufzeit.
Nexi vs. SumUp, PAYONE, orderbird und Lightspeed: Der direkte Vergleich
Wer sich für Kartenzahlung in der Gastronomie entscheidet, sollte verschiedene Anbieter kennen. Die Unterschiede liegen nicht nur im Preis, sondern im Geschäftsmodell.
| Anbieter | Modell | Disagio ca. | Grundgebühr | Trinkgeld | Kassenbindung | Typische Zielgruppe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nexi | Miete/Kauf, Laufzeit | 0,79–1,19 % | ab 15 €/Mon. | Ja | Ja | Mittlere bis große Gastrobetriebe |
| SumUp | Kauf, kein Vertrag | 1,39 % | Keine | Nein | Begrenzt | Kleinstbetriebe, Einstieg |
| PAYONE | Miete, Laufzeit | ab 0,89 % | ab 15,90 €/Mon. | Modellabh. | Ja | Handel, wachsende Betriebe |
| orderbird | Abo + Terminal | im Abo enth. | ab 69 €/Mon. | Ja | Nativ integriert | Restaurants, spezialisiertes Gastro-POS |
| Lightspeed | Abo + Terminal | im Abo enth. | ab 79 €/Mon. | Ja | Nativ integriert | Restaurants mit vollständigem POS-Bedarf |
Was der Vergleich zeigt: Nexi ist vor allem für Betriebe konzipiert, die ein mobiles Terminal mit Trinkgeldfunktion und Kassenintegration benötigen und ein gewisses Umsatzvolumen mitbringen. SumUp ist einfacher einzurichten, bietet aber für den Tischservice mit höherem Durchsatz weniger Funktionstiefe. PAYONE bewegt sich auf ähnlichem Niveau wie Nexi, ist aber stärker auf den Einzelhandel ausgerichtet. orderbird und Lightspeed kommen in Frage, wenn ein vollständiges Gastro-POS-System mit nativ integrierter Zahlung gesucht wird.
Für Kleinstbetriebe und Saisonkonzepte: Kleinstbetriebe wie ein Straßencafé oder ein Eisstand mit unter 5.000 Euro monatlichem Kartenumsatz werden durch die Grundgebühr eines Nexi-Laufzeitvertrags oft stärker belastet als entlastet. Anbieter ohne Grundgebühr können in diesem Bereich kalkulatorisch besser abschneiden. Der Break-even liegt je nach Disagio-Spread bei rund 8.000–10.000 Euro Monatsumsatz.
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Nexi Erfahrungen aus der Gastronomie
Das Bild, das echte Nexi Erfahrungen zeichnen, ist differenziert. Bei über 110.000 Kunden sind beide Extreme zu erwarten. Was auffällt: Es gibt klare, wiederkehrende Muster.
Was gut funktioniert:
✓ Mobile Terminals laufen auch bei schwankendem WLAN stabil durch die automatische 4G-Umschaltung
✓ Trinkgeldfunktion wird in der Gastronomie positiv bewertet, besonders wenn man eine Kneipe eröffnet oder eine Bar mit hohem Bargeldanteil betreibt
✓ Gerätetausch bei Defekt erfolgt laut vielen Bewertungen schnell
✓ Persönliche Ansprechpartner vor Ort werden als größter Vorteil genannt
✓ Tägliche Umsatzüberweisung für gute Liquiditätsplanung
✓ Breite Kartenakzeptanz inkl. Apple Pay und Google Pay
Wo es regelmäßig hakt:
✗ Anonyme Hotline oft schwer erreichbar, lange Wartezeiten, wechselnde Ansprechpartner
✗ Gebührenstruktur ohne persönliche Beratung schwer nachvollziehbar
✗ Lieferzeiten für neue Geräte teils 2–4 Wochen statt der angegebenen wenigen Tage
✗ Kündigungsprozess fehleranfällig: Online-Einreichungen wurden mehrfach nicht verarbeitet
✗ Support-Qualität hängt stark vom zugeteilten Mitarbeiter ab
Nexi für Neugründungen und Saisonbetriebe
Neugründungen
Wer gerade ein Café eröffnet oder einen anderen Gastrobetrieb neu aufbaut, kennt seinen zukünftigen Kartenumsatz noch nicht. Genau das ist das Problem bei langen Nexi-Laufzeitverträgen: Das Disagio-Modell rechnet sich erst ab einem bestimmten Volumen. Wer zu früh einen 48-Monats-Vertrag abschließt und dann weniger Umsatz macht als geplant, zahlt möglicherweise mehr als nötig, und das ohne einfache Ausstiegsmöglichkeit.
Wer etwa einen Imbiss eröffnen möchte und den Kartenumsatz noch nicht abschätzen kann, fährt mit einem kurzen oder laufzeit freien Tarif besser und wechselt erst dann in einen günstigeren Laufzeittarif, wenn das Volumen klar ist.
Saisonbetriebe, Foodtrucks und mobile Konzepte
Biergärten, Ferienlokale oder wer eine Eisdiele eröffnen möchte, stehen vor einem spezifischen Problem: Ein Laufzeitvertrag läuft auch in den Monaten, in denen kein Umsatz gemacht wird. Die Grundgebühr fällt unabhängig vom Betrieb an. Für diese Betriebe sind transaktionsbasierte Anbieter ohne Grundgebühr, SumUp oder Nexis eigener SoftPOS, kalkulatorisch klarer. Wer in der Saison hohes Volumen hat, sollte die Disagio-Differenz trotzdem durchrechnen und nicht nur auf die fehlende Grundgebühr schauen.
Faustregel für die Entscheidung: Unter 8.000 Euro monatlichem Kartenumsatz oder bei unklarem Umsatzvolumen: Laufzeitvertrag mit Grundgebühr erst nach realer Betriebsphase abschließen. Über 10.000 Euro monatlich und ganzjährig: Laufzeittarife rechnen sich in der Regel.
Nexi kündigen: So funktioniert es richtig
Das Thema Kündigung taucht in Nexi Erfahrungsberichten auffällig häufig auf. Online eingereichte Kündigungen wurden laut mehreren Bewertungen nicht verarbeitet, während weiterhin Nexi Gebühren abgebucht wurden.
- Kündigungsfrist prüfen. Die Frist steht im Vertrag, meist 3 Monate vor Ende der Laufzeit. Bei automatischer Verlängerung läuft sie oft unbemerkt ab.
- Schriftlich per Einschreiben kündigen. Nicht ausschließlich über das Online-Portal. Der Einschreibebeleg ist der Nachweis, dass die Kündigung rechtzeitig eingegangen ist.
- Schriftliche Bestätigung einfordern. Ohne Rückmeldung von Nexi gilt: weiter nachfassen, bis eine schriftliche Bestätigung vorliegt.
- Abbuchungen nach Kündigung beobachten. Kontoauszüge in den ersten zwei Monaten nach Vertragsende prüfen. Unberechtigte Abbuchungen sofort schriftlich reklamieren.
- Terminal fristgerecht zurückgeben. Im Mietvertrag ist eine Rückgabefrist für das Gerät festgelegt. Nicht zurückgegebene Terminals werden in der Regel in Rechnung gestellt.
Für wen passt Nexi – und für wen nicht?
Die Entscheidung hängt von drei Faktoren ab: Betriebstyp, Umsatzvolumen und Flexibilitätsbedarf.
Nexi passt eher, wenn… Du einen echten Tischservice betreibst und ein mobiles Terminal mit Trinkgeldfunktion benötigst. Dein monatlicher Kartenumsatz liegt stabil bei 10.000 Euro oder mehr. Du eine langfristige Lösung mit Geräteservice und Kassenintegration suchst. Ein persönlicher Ansprechpartner ist vor Vertragsabschluss zugesichert.
Alternativen prüfen, wenn… Dein Umsatz unter 8.000 Euro monatlich liegt oder noch unklar ist. Du keine Vertragsbindung eingehen willst. Du ein vollständiges POS-System mit Tischverwaltung suchst. Du einen Saisonbetrieb oder ein mobiles Konzept ohne ganzjährigen Umsatz führst. Du ausschließlich Android nutzt.
Checkliste vor dem Vertragsabschluss:
- Gesamtkosten auf Jahresbasis durchrechnen: Grundgebühr + Disagio auf Basis des eigenen Kartenumsatzes
- Kompatibilität mit der bestehenden Kassensoftware konkret bestätigen lassen
- Persönlichen Ansprechpartner anfragen und Kontakt vor Vertragsabschluss notieren
- Lieferzeit für das Terminal schriftlich bestätigen lassen
- Kündigungsfristen und Verlängerungsklausel im Vertrag markieren
- TSE-Konformität bei Kassenanbindung mit Kassensoftware-Anbieter klären
- Mindestens einen weiteren Anbieter (z. B. PAYONE) auf Basis eigener Umsatzzahlen vergleichen
Bevor Du unterschreibst: vergleiche zuerst. GastroRocket zeigt Dir auf Basis echter Gastro-Bewertungen, welche Anbieter für Deinen Betriebstyp und Dein Umsatzvolumen wirklich in Frage kommen. Kostenlos und in unter einer Minute. Jetzt kostenlos registrieren und vergleichen!
Wie GastroRocket Deine Entscheidung unterstützt
Ein Nexi Terminal ist nur eine von vielen Optionen. Die richtige Wahl hängt immer von Deinem Betrieb ab.
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Fazit: Was dieser Ratgeber über Nexi zeigt
Nexi ist ein etablierter Zahlungsdienstleister mit einem Produktportfolio, das auf den Gastronomiebetrieb zugeschnitten ist. Die mobilen Terminals bringen Trinkgeldfunktion, automatische Netzumschaltung und Kassenintegration mit. Die Geräte laufen im Dauerbetrieb in der Regel stabil, die Kartenakzeptanz deckt alle gängigen Zahlungsarten ab.
Gleichzeitig ist Nexi kein Kassensystem, kein POS und keine Allround-Lösung für jeden Betrieb. Die Gebührenstruktur rechnet sich erst ab einem bestimmten Umsatzvolumen. Für Neugründungen, Saisonbetriebe und kleine Konzepte lohnt sich ein genauerer Blick auf Alternativen. Und der Kündigungsprozess erfordert mehr Sorgfalt, als man von einem etablierten Anbieter dieser Größe erwarten würde.
Wer vor der Entscheidung steht, sollte Nexi auf Basis eigener Umsatzzahlen durchrechnen und mindestens einen weiteren Anbieter gegenüberstellen. Bei GastroRocket lässt sich das kostenlos und in unter einer Minute erledigen.
Häufige Fragen zu Nexi
Ein Nexi Terminal kostet monatlich ab 15 Euro Miete plus eine einmalige Bereitstellungsgebühr von rund 99 Euro. Hinzu kommt ein Disagio zwischen 0,79 % und 1,19 % je nach Vertragslaufzeit: Bei einem 48-Monats-Vertrag fällt es am niedrigsten aus, ohne Laufzeitbindung entsprechend höher. Girocards werden in bestimmten Tarifen ab 0,22 % abgerechnet. Wer wissen will, was Nexi bei seinem eigenen Kartenumsatz konkret kostet, kann das mit dem Kostenrechner weiter oben direkt durchrechnen.
Den Nexi-Vertrag kündigen: schriftlich per Einschreiben, nicht ausschließlich über das Online-Portal. Die Kündigungsfrist beträgt meist 3 Monate vor Vertragsende. Eine schriftliche Bestätigung von Nexi anfordern und Kontoabbuchungen nach Vertragsende aktiv kontrollieren. Online-Kündigungen wurden laut mehreren Erfahrungsberichten wiederholt nicht korrekt verarbeitet, was zu unberechtigten Weiterbuchungen führte.
Ja. Nexi hat Concardis im Jahr 2020 übernommen und operiert seitdem unter dem Namen Nexi. Alle bestehenden Concardis-Verträge, Geräte und Ansprechpartner blieben nach der Übernahme gültig. Concardis-Kunden wurden automatisch zu Nexi-Kunden, ohne dass eine eigene Kündigung oder ein Neuabschluss nötig war.
Die Nexi Erfahrungen sind gemischt. Positiv fallen stabile mobile Terminals mit Trinkgeldfunktion, schneller Gerätetausch bei Defekt und persönliche Ansprechpartner auf. Kritisch bewertet werden der anonyme Hotline-Support, eine schwer nachvollziehbare Gebührenstruktur und ein fehleranfälliger Kündigungsprozess. Wer einen festen Ansprechpartner hat, ist nach Auswertung der Bewertungsplattformen deutlich häufiger zufrieden. Wer ausschließlich über die Hotline agiert, deutlich seltener.
Nexi eignet sich für Gastronomiebetriebe mit Tischservice, Trinkgeldfunktion und einem stabilen Kartenumsatz ab ca. 10.000 Euro monatlich. SumUp arbeitet ohne Grundgebühr und Vertragsbindung, bietet aber keine integrierte Trinkgeldfunktion und weniger Kassenintegration. Für kleine Betriebe oder Neugründungen mit noch unklarem Umsatzvolumen ist SumUp kalkulatorisch oft der unkompliziertere Einstieg. Wer beide Optionen auf Basis eigener Zahlen vergleichen will, findet bei GastroRocket eine schnelle Übersicht über geprüfte Anbieter mit echten Gastro-Bewertungen.