Katharina Vogt
Redaktion GastroRocket
SumUp Gebühren – Transaktionskosten, Tarife und wann sich das Plus-Abo lohnt
1,39 % klingt wenig. Bei 8.000 Euro Monatsumsatz sind das über 1.300 Euro pro Jahr nur an Transaktionsgebühren. Ob SumUp für Deinen Betrieb wirklich günstig ist, hängt von drei Faktoren ab: Deinem monatlichen Kartenumsatz, der Kartenstruktur Deiner Kunden und dem richtigen Tarif. Dieser Leitfaden schlüsselt alle Gebühren SumUp transparent auf: mit konkreten Rechenbeispielen, damit Du weißt, was Du wirklich zahlst.
Das Wichtigste in Kürze:
Die SumUp Gebühren betragen 1,39 % pro Vor-Ort-Zahlung im Standard-Tarif und 0,79 % mit dem Plus-Abo für 19 Euro pro Monat. Es gibt keine monatliche Grundgebühr, keine Mindestgebühr und keine Vertragsbindung. Die SumUp App ist kostenlos nutzbar – unabhängig vom gewählten Tarif.
- Transaktionsgebühr Standard: 1,39 % pro Vor-Ort-Zahlung
- Transaktionsgebühr Plus-Abo: 0,79 % (19 Euro/Monat oder 199 Euro/Jahr)
- Online-Zahlungen: 2,50 % Standard, 0,99 % mit Plus
- Amex und Firmenkarten: immer 1,39 % – auch im Plus-Abo
- Keine monatliche Grundgebühr, keine Mindestgebühr, keine Vertragsbindung
- Auszahlung: nächster Werktag bei SumUp Geschäftskonto
- Jahresabo lohnt sich, sobald Dein Umsatz dauerhaft über dem Break-Even liegt
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SumUp Gebühren im Überblick
| Kategorie | Standard | Zahlungen Plus |
|---|---|---|
| Monatliche Grundgebühr | 0 Euro | 19 Euro (oder 199 Euro/Jahr) |
| Transaktionsgebühr Vor-Ort | 1,39 % | 0,79 % |
| SumUp Kreditkarte Gebühren (Amex / Firmenkarten / internationale Karten) |
1,39 % | 1,39 % |
| Online-Zahlungen / Zahlungslinks | 2,50 % | 0,99 % |
| Fehlgeschlagene Zahlungen | Keine Gebühr | Keine Gebühr |
| Rückerstattungen / Stornos | Kostenlos | Kostenlos |
| Chargeback (Zahlungsanfechtung) | Keine Gebühr | Keine Gebühr |
| SumUp App | Kostenlos | Kostenlos |
| Vertragsbindung | Keine | Monatlich kündbar |
| Auszahlung | Nächster Werktag (SumUp Konto) | Nächster Werktag |
(Quelle: sumup.com/de-de/preise, Stand April 2026)
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Wie funktioniert das Gebührenmodell bei SumUp?
SumUp arbeitet mit einem umsatzbasierten Abrechnungsmodell: Transaktionskosten entstehen ausschließlich bei erfolgreichen Zahlungen – keine Fixkosten, keine Mindestgebühr, keine Inaktivitätsgebühr. Damit eignet sich das Modell besonders für Betriebe mit schwankendem Kartenvolumen oder für Neugründungen, bei denen die monatlichen Umsätze noch nicht planbar sind.
SumUp bietet zwei Tarife:
Standard: Keine Grundgebühr, 1,39 % Transaktionsgebühr pro Vor-Ort-Zahlung. Sinnvoll für Betriebe mit geringem oder schwankendem Kartenvolumen – etwa wenn Du gerade ein Café eröffnest und Deine monatlichen Kartenumsätze noch nicht einschätzen kannst. Fang mit dem Standard-Tarif an und wechsle nach drei Monaten, wenn Du eine verlässliche Umsatzbasis hast.
Zahlungen Plus: 19 Euro pro Monat oder 199 Euro pro Jahr – das entspricht ca. 16,58 Euro pro Monat und spart gegenüber dem Monatsabo rund 29 Euro im Jahr. Dafür eine reduzierte Transaktionsgebühr von 0,79 % für inländische Verbraucherkarten. Das Jahresabo lohnt sich, sobald Du weißt, dass Dein Umsatz dauerhaft über dem Break-Even liegt.
Die Gebühren werden transaktionsgenau abgerechnet und sind im SumUp Dashboard tagesaktuell einsehbar. Die SumUp App selbst ist kostenlos: es fallen keine Lizenzgebühren oder Nutzungsgebühren für die Software an.
SumUp Gebühren Rechnung – Wie berechnen und nachvollziehen?
Zwei Fragen tauchen in der Praxis regelmäßig auf: Wie berechne ich meine Gebühren selbst und wie sind sie auf der Abrechnung ausgewiesen?
Selbst berechnen: Die Formel ist einfach. Monatsumsatz × Transaktionsgebühr = monatliche Kartengebühren. Eine Zahlung von 100 Euro im Standard-Tarif ergibt eine Auszahlung von 98,61 Euro – die Differenz von 1,39 Euro ist die Transaktionsgebühr, direkt im Dashboard nachvollziehbar.
Ausweisung auf der Abrechnung: SumUp weist die Kartengebühren nicht separat pro Zahlung auf dem Kontoauszug aus. Stattdessen wird der Nettobetrag nach Abzug der Gebühr ausgezahlt. Die vollständige Gebührenaufstellung ist im SumUp Dashboard einsehbar und kann als CSV- oder Excel-Datei exportiert werden – kostenlos und ohne Einschränkung. Für die Buchhaltung stellt SumUp auf Anfrage eine monatliche Gebührenübersicht bereit.
SumUp Kreditkarte Gebühren – Was gilt für Amex und Firmenkarten?
| Kartentyp | Standard-Tarif | Plus-Abo |
|---|---|---|
| Inländische Debitkarte (z.B. Girocard) | 1,39 % | 0,79 % |
| Inländische Kreditkarte (Visa, Mastercard) | 1,39 % | 0,79 % |
| American Express (Amex) | 1,39 % | 1,39 % |
| Firmenkreditkarten | 1,39 % | 1,39 % |
| Internationale Karten (außerhalb EWR) | 1,39 % | 1,39 % |
Die SumUp Kreditkarte Gebühren sind für Amex, Firmenkarten und internationale Karten unabhängig vom gewählten Tarif konstant bei 1,39 %. Das Plus-Abo bietet hier keinen Kostenvorteil – das ist ein Punkt, den viele Betreiber erst im laufenden Betrieb bemerken.
Wer einen hohen Anteil an Firmenkunden oder internationalen Gästen bedient, etwa wer eine Kneipe eröffnet, die abends stark von Firmenfeiern lebt, sollte diese Einschränkung bei der Break-Even-Berechnung berücksichtigen. Der tatsächliche Vorteil des Plus-Abos kann dadurch deutlich geringer ausfallen als die Tabellenwerte suggerieren.
Break-Even und Szenarien – Was zahlst Du konkret?
Entscheidend für die Tarifwahl ist der monatliche Kartenumsatz und die Zusammensetzung der Zahlungsmittel. Die folgenden Szenarien zeigen, wo der Standard-Tarif endet und das Plus-Abo beginnt, sich zu rechnen.
Szenario 1: Standardbetrieb ohne Firmenkarten
| Monatsumsatz | Standard (1,39 %) | Plus (0,79 % + 19 Euro) | Ersparnis |
|---|---|---|---|
| 1.000 Euro | 13,90 Euro | 26,90 Euro | – (Standard günstiger) |
| 3.000 Euro | 41,70 Euro | 42,70 Euro | – (kaum Unterschied) |
| 3.500 Euro | 48,65 Euro | 46,65 Euro | ca. 2 Euro |
| 5.000 Euro | 69,50 Euro | 58,50 Euro | ca. 11 Euro |
| 8.000 Euro | 111,20 Euro | 82,20 Euro | ca. 29 Euro |
Break-Even-Standard vs. Plus: ca. 3.200 bis 3.500 Euro Monatsumsatz. Unterhalb dieses Wertes ist der Standard-Tarif günstiger – ohne Ausnahme.
Szenario 2: Betrieb mit 30 % Firmenkarten- und Amex-Anteil
Bei 5.000 Euro Monatsumsatz mit 30 % Firmenkartenzahlungen (1.500 Euro zu 1,39 %, 3.500 Euro zu 0,79 %):
- Firmenkarten-Gebühr: 1.500 Euro × 1,39 % = 20,85 Euro
- Standardkarten-Gebühr: 3.500 Euro × 0,79 % = 27,65 Euro
- Plus-Abo: 19 Euro
- Gesamtkosten Plus: 67,50 Euro
- Standard gesamt: 69,50 Euro
- Ersparnis: nur ca. 2 Euro – das Plus-Abo lohnt sich hier kaum
Wenn Du nicht sicher bist, welcher Tarif zu Dir passt: Fang mit dem Standard-Tarif an, exportiere nach drei Monaten Deine Transaktionsdaten aus dem Dashboard und rechne beide Tarife mit Deinen echten Zahlen durch. Erst dann weißt Du, ob das Plus-Abo sich für Deinen konkreten Betrieb rechnet.
Wann lohnen sich die SumUp Gebühren – und wann nicht?
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Monatsumsatz unter 3.200 Euro | Standard-Tarif – keine Fixkosten, volle Flexibilität |
| Monatsumsatz 3.500 bis 8.000 Euro, wenig Firmenkarten | Plus-Abo sinnvoll, klare Ersparnis |
| Hoher Anteil Amex / Firmenkarten / internationale Karten | Plus-Abo genau prüfen – Vorteil oft geringer als erwartet |
| Monatsumsatz über 10.000 Euro | Klassische Terminallösung oft günstiger |
| Saisonbetrieb / schwankender Umsatz | Standard-Tarif oder Jahresabo je nach Saisonlänge kalkulieren |
| Neugründung ohne Umsatzhistorie | Standard-Tarif zum Einstieg, nach 3 Monaten neu kalkulieren |
Zum Vergleich: Klassische Terminallösungen für bargeldlose Zahlung arbeiten typischerweise mit einer monatlichen Mietgebühr von 12 bis 20 Euro bei gleichzeitig niedrigeren Transaktionsgebühren von 0,3 bis 0,9 %. Anbieter wie Zettle (PayPal) oder Square bieten ähnliche mPOS-Modelle wie SumUp, unterscheiden sich aber in Gebührenstruktur, Funktionsumfang und Auszahlungsfristen. Wer beispielsweise einen Imbiss eröffnet mit hohem Mittagsgeschäft und schnellen Einzeltransaktionen, für den kann eine klassische Lösung mit Fixgebühr und niedrigerer Transaktionsrate schon ab mittlerem Umsatzniveau günstiger sein.
Ab ca. 10.000 Euro Monatsumsatz wird ein strukturierter Zahlungsdienstleister-Vergleich wirtschaftlich relevant – die Unterschiede in den EC-Karte-Gebühren für Händler summieren sich dann auf mehrere hundert Euro pro Jahr.
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Typische Fehler bei der Gebührenkalkulation
Nur den Gerätepreis vergleichen: Das Terminal ist eine einmalige Anschaffung. Die Zahlungsabwicklungskosten über 12 Monate sind die eigentliche Kostenstelle – und übersteigen den Gerätepreis in den meisten Betrieben bereits nach wenigen Monaten.
Kartenstruktur nicht analysieren: Wer 30 bis 40 % seiner Umsätze über Firmenkarten oder Amex abwickelt, sollte die SumUp Kreditkarte Gebühren realistisch einkalkulieren. Das Plus-Abo bietet hier keinen Gebührenvorteil – das ist kein Kleingedrucktes, sondern ein struktureller Kostenfaktor.
Plus-Abo zu früh abschließen: Unterhalb von ca. 3.200 Euro Monatsumsatz zahlst Du mit Plus mehr als ohne. Eine einfache Gegenrechnung vor dem Abschluss spart bares Geld.
Jahresabo ignorieren: Wer das Plus-Abo langfristig nutzen möchte, spart mit dem Jahresabo (199 Euro) gegenüber dem Monatsabo (12 × 19 Euro = 228 Euro) rund 29 Euro pro Jahr. Kein großer Betrag – aber ein unnötiger Verlust, wenn die Entscheidung bereits feststeht.
Wachstum nicht einplanen: Was bei 2.000 Euro Monatsumsatz funktioniert, kann bei 8.000 Euro teurer werden als klassische Alternativen. Besonders für Betriebe, die von Anfang an auf Skalierung ausgelegt sind, etwa wenn Du eine Eisdiele eröffnest mit mehrer Stadnorten, lohnt sich eine langfristige Gebührenplanung bereits vor dem Start.
Chargeback-Risiko unterschätzen: Wenn ein Kunde eine Kartenzahlung anfechtet, erhebt SumUp keine zusätzliche Chargeback-Gebühr. Der angefochtene Betrag wird jedoch bis zur Klärung einbehalten. Wer in einem Betrieb mit erhöhtem Anfechtungsrisiko arbeitet, sollte das bei der Liquiditätsplanung berücksichtigen.
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In 3 Schritten zur richtigen Entscheidung
Schritt 1 – Monatlichen Kartenumsatz und Kartenstruktur analysieren
Wie hoch ist Dein tatsächlicher Kartenumsatz? Welcher Anteil entfällt auf Firmenkarten, Amex oder internationale Karten? Diese zwei Werte bestimmen, welcher Tarif wirtschaftlich sinnvoll ist – und ob das Jahresabo gegenüber dem Monatsabo Sinn ergibt.
Schritt 2 – Gebühren konkret durchrechnen
Nutze die Szenarien in diesem Artikel und rechne beide Tarife mit Deinen echten Zahlen durch. Wenn Du noch keine Umsatzhistorie hast, starte mit dem Standard-Tarif und überprüfe nach drei Monaten, ob ein Wechsel sinnvoll ist.
Schritt 3 – Alternativen kostenlos vergleichen
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Fazit
Die SumUp Gebühren sind transparent und klar kalkulierbar: Das ist ein echter Vorteil gegenüber vielen klassischen Terminallösungen mit versteckten Nebenkosten. Ob sie für Deinen Betrieb wirtschaftlich die beste Wahl sind, hängt von drei Faktoren ab: Deinem monatlichen Kartenumsatz, dem Anteil an Firmenkarten und Amex-Zahlungen sowie Deinen Anforderungen an Funktionen und Skalierbarkeit.
Wer einmal konkret nachrechnet, merkt oft: Der günstigste Einstieg ist nicht automatisch die günstigste Lösung auf Dauer. Genau deshalb lohnt sich der Vergleich, bevor die Transaktionskosten stillschweigend die Marge auffressen.
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Häufige Fragen zu SumUp Gebühren
Die SumUp Gebühren betragen 1,39 % pro Vor-Ort-Kartenzahlung im Standard-Tarif ohne monatliche Grundgebühr. Mit dem Plus-Abo für 19 Euro pro Monat sinken die Transaktionskosten auf 0,79 % für inländische Karten. Online-Zahlungen kosten 2,50 % im Standard-Tarif. Es gibt keine Einrichtungsgebühr, keine Mindestgebühr und keine Vertragsbindung.
Das SumUp Plus-Abo lohnt sich ab einem monatlichen Kartenumsatz von ca. 3.200 bis 3.500 Euro. Unterhalb dieses Break-Even-Punktes ist der Standard-Tarif günstiger. Wer das Abo dauerhaft nutzen möchte, spart mit dem Jahresabo für 199 Euro gegenüber zwölf Monatsabos rund 29 Euro pro Jahr. Betriebe mit hohem Anteil an Amex- oder Firmenkartenzahlungen profitieren weniger, da diese Kartentypen immer 1,39 % kosten.
Bei Kreditkartenzahlungen mit Visa oder Mastercard betragen die SumUp Gebühren 1,39 % im Standard-Tarif und 0,79 % mit dem Plus-Abo. Für American Express, Firmenkreditkarten und internationale Karten gilt unabhängig vom Tarif eine feste Gebühr von 1,39 %. Das Plus-Abo reduziert die Kartengebühren bei diesen Kartentypen nicht. Gastronomie-Betriebe mit hohem Firmenkunden-Anteil sollten das bei der Tarifwahl berücksichtigen.
SumUp hat keine versteckten Kosten. Es fallen keine Einrichtungsgebühren, Inaktivitätsgebühren, Chargeback-Gebühren oder Lizenzgebühren für die App an. Kosten entstehen ausschließlich durch die Transaktionsgebühr pro erfolgreicher Zahlung und optional durch das Plus-Abo. Wer SumUp mit anderen Zahlungsdienstleistern vergleichen möchte, findet bei GastroRocket einen kostenlosen Vergleich von über 800 geprüften Anbietern mit echten Gastronomen-Bewertungen.
SumUp zahlt Kartenumsätze am nächsten Werktag aus, wenn das kostenlose SumUp Geschäftskonto genutzt wird. Bei einem externen Bankkonto dauert die Auszahlung in den ersten zwei Monaten drei bis fünf Werktage. Danach werden schnellere Auszahlungen freigeschaltet. Die Gebühren werden direkt vom ausgezahlten Betrag abgezogen und sind im SumUp Dashboard vollständig nachvollziehbar.