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Kemal Üres

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Kemal Üres

In 8 Schritten zur sicheren Übernahme

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Wer ein Restaurant kaufen möchte, übernimmt mehr als Räume und Küchentechnik. Entscheidend ist, ob Ertrag, Mietvertrag, Genehmigungen, Personal und Kaufpreis auch nach dem Betreiberwechsel zusammenpassen.

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Katharina Vogt

Katharina Vogt

Redaktion GastroRocket

Restaurant kaufen: In 8 Schritten zur sicheren Übernahme

Wer ein Restaurant kaufen möchte, übernimmt mehr als Räume und Küchentechnik. Entscheidend ist, ob Ertrag, Mietvertrag, Genehmigungen, Personal und Kaufpreis auch nach dem Betreiberwechsel zusammenpassen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kläre zuerst, ob Du einen Betrieb, Gesellschaftsanteile oder die Immobilie kaufst.
  • Bewerte das Restaurant anhand bereinigter Erträge, nicht anhand des Umsatzes oder der Einrichtung.
  • Prüfe Mietvertrag, Genehmigungen, Personal und Investitionsstau vor der Preisverhandlung.
  • Kalkuliere zusätzlich zum Kaufpreis ausreichend Kapital für Umbauten, Waren und die Anlaufphase.
  • Mache den Kaufvertrag von wichtigen Bedingungen abhängig, etwa der Zustimmung des Vermieters.
  • Übernimm bestehende Abläufe nicht ungeprüft. Ein laufender Betrieb kann auch laufende Probleme enthalten.

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Was kaufst Du bei einer Restaurantübernahme?

Beim Restaurantkauf können der laufende Betrieb, einzelne Wirtschaftsgüter, Gesellschaftsanteile oder die Gewerbeimmobilie den Eigentümer wechseln. Diese Varianten haben unterschiedliche Folgen für Verträge, Haftung, Finanzierung und Genehmigungen. Vor der Suche muss deshalb feststehen, was Du tatsächlich erwerben willst.

Wer eine Gaststätte kaufen möchte, findet in Angeboten häufig unklare Formulierungen wie „voll ausgestatteter Betrieb zu verkaufen“. Daraus geht nicht hervor, ob nur Inventar und Geschäftswert übertragen werden oder auch das Gebäude zum Angebot gehört.

Die wichtigsten Varianten:

VarianteWas geht auf Dich über?Zentrale Prüffrage
Asset DealAusgewählte Vermögenswerte wie Geräte, Mobiliar, Warenbestand oder MarkenrechteSind alle gekauften Gegenstände und Rechte einzeln im Vertrag aufgeführt?
Share DealAnteile an einer bestehenden Gesellschaft, etwa einer GmbHWelche bekannten und unbekannten Verpflichtungen verbleiben in der Gesellschaft?
Betriebsübernahme in MieträumenBetrieb und Inventar, aber nicht die ImmobilieKannst Du den Mietvertrag übernehmen oder neu abschließen?
ImmobilienkaufGrundstück und Gebäude, eventuell zusammen mit dem BetriebIst die gastronomische Nutzung baurechtlich gesichert?

Im Alltag wird „Lokal kaufen“ oft für jede dieser Varianten verwendet. Rechtlich und wirtschaftlich ist der Unterschied jedoch erheblich. Bei einem Asset Deal lässt sich genauer bestimmen, was gekauft wird. Bei einem Share Deal bleibt die Gesellschaft mit ihren Vertragsbeziehungen und möglichen Altlasten bestehen.

Restaurant kaufen oder neu gründen: Was ist 2026 sinnvoller?

Eine Übernahme spart häufig Zeit, weil Standort, Küche, Gästebereich und betriebliche Abläufe bereits vorhanden sind. Dafür bezahlst Du möglicherweise für einen Geschäftswert, der nach dem Betreiberwechsel nicht erhalten bleibt. Eine Neugründung bietet mehr Gestaltungsfreiheit, verlangt aber meist mehr Planung, Genehmigungen und Aufbauarbeit.

Restaurant übernehmenRestaurant neu gründen
Betrieb kann schneller startklar seinKonzept lässt sich ohne Altlasten entwickeln
Bestehendes Team und bekannte Lage möglichFreie Wahl bei Technik, Marke und Prozessen
Umsätze und Kosten sind grundsätzlich prüfbarKeine belastbare Betriebshistorie vorhanden
Veraltete Ausstattung oder ungünstige Verträge möglichHöherer Aufwand für Ausbau und Markteintritt
Stammkundschaft kann bleiben, muss aber nichtGästestamm muss neu aufgebaut werden

Prüfe vor der Entscheidung auch, ob das vorhandene Objekt zu Deinem Konzept passt. Ein Restaurant mit Vollküche ist nicht automatisch die beste Grundlage, wenn Du eigentlich ein kleines Cafékonzept planst. Für diese Abwägung hilft ein Blick auf die Anforderungen beim Eröffnen eines Cafés.

Ähnliches gilt für kleinere Schnellgastronomie. Ein kompakter Standort mit hoher Abholfrequenz kann geeigneter sein, wenn Du einen Imbiss eröffnen möchtest. Nicht der Umfang des vorhandenen Betriebs entscheidet, sondern seine Passung zu Angebot, Zielgruppe und Arbeitsabläufen.

Wie prüfst Du Umsatz, Kosten und Ertrag?

Ein Restaurant ist wirtschaftlich tragfähig, wenn seine nachhaltig erzielbaren Erträge den Kapitaldienst, also Zins- und Tilgungszahlungen für Kredite, notwendige Investitionen und Deinen Unternehmerlohn abdecken. Umsatz allein ist kein geeigneter Kaufmaßstab. Du musst erkennen, welcher Gewinn unter realistischen Bedingungen nach der Übernahme verbleibt.

Fordere mindestens die folgenden Unterlagen an:

  • Jahresabschlüsse oder Einnahmenüberschussrechnungen der vergangenen drei Jahre
  • aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertungen
  • Umsatzaufteilung nach Speisen, Getränken, Lieferung und Veranstaltungen
  • Personalkosten einschließlich Zuschlägen und offener Urlaubsansprüche
  • Wareneinsatz und wesentliche Lieferverträge
  • Miet-, Leasing-, Wartungs- und Versicherungsverträge
  • Aufstellung privater, einmaliger und betriebsfremder Buchungen
  • offene Verbindlichkeiten, Gutscheine und Anzahlungen

Bereinige das Ergebnis anschließend. Ein einmaliger Küchenschaden verzerrt den Gewinn nach unten. Nicht marktgerechte Familiengehälter, privat genutzte Fahrzeuge oder aufgeschobene Reparaturen können ihn dagegen besser aussehen lassen, als er tatsächlich ist.

Ein weiteres Risiko ist die Abhängigkeit von der bisherigen Inhaberschaft. Kommen Gäste hauptsächlich wegen der Person am Herd oder durch persönliche Veranstaltungskontakte, ist der ausgewiesene Geschäftswert nicht automatisch übertragbar.

„Ein voller Gastraum ist noch kein Beleg für einen tragfähigen Kaufpreis. Entscheidend ist, was nach marktgerechten Personal-, Miet- und Investitionskosten übrig bleibt und ob dieser Ertrag auch ohne den bisherigen Inhaber erreichbar ist.“ Kemal Üres, Gründer von GastroRocket.

Wie wird der Kaufpreis eines Restaurants bewertet?

Der Kaufpreis sollte aus dem nachhaltig erzielbaren Ertrag, dem realistischen Wert der übernommenen Wirtschaftsgüter und den konkreten Zukunftsrisiken abgeleitet werden. Preisvorstellungen des Verkäufers, frühere Investitionen oder hohe Umsätze ersetzen keine nachvollziehbare Unternehmensbewertung.

Wer einen Gastronomiebetrieb kaufen will, sollte drei Werte auseinanderhalten:

  • Substanzwert: Zeitwert von Küche, Mobiliar, Waren und sonstigen Vermögensgegenständen.
  • Ertragswert: Wert der künftig erwartbaren, nachhaltig erzielbaren Überschüsse.
  • Geschäftswert: Nutzen von Name, Lage, Stammkundschaft, Bewertungen und eingespielten Prozessen.

Der Geschäftswert ist besonders kritisch. Er kann schnell sinken, wenn Du Name, Speisekarte oder Preisniveau veränderst. Auch eine starke Lieferplattform-Präsenz ist nur wertvoll, wenn Konten, Bewertungen und Reichweite rechtlich und technisch übertragbar sind.

Das Existenzgründungsportal des Bundes empfiehlt, die Bewertung sorgfältig und für beide Seiten nachvollziehbar vorzunehmen. Eine Überbewertung kann dazu führen, dass Finanzierungskosten die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Betriebs übersteigen. Die Hinweise zur Unternehmensbewertung des Existenzgründungsportals liefern dafür eine erste Orientierung.

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Welche Gesamtkosten musst Du einplanen?

Der tatsächliche Kapitalbedarf besteht aus Kaufpreis, Nebenkosten, notwendigen Investitionen und Liquidität für die ersten Betriebsmonate. Wer nur den vereinbarten Kaufpreis finanziert, riskiert bereits kurz nach der Übergabe einen Engpass.

Zu Deiner Kalkulation gehören:

  • Kaufpreis und gegebenenfalls Umsatzsteuer
  • Beratung, Vertragsprüfung und Steuerberatung
  • Makler- und Finanzierungskosten
  • Kaution oder Kosten des Immobilienerwerbs
  • Reparaturen, Umbau und neue Technik
  • Warenbestand und Erstausstattung
  • Löhne, Miete und laufende Kosten während der Anlaufphase
  • Reserve für unerwartete Ausgaben

Beispiel für eine Kapitalbedarfsrechnung

Die folgenden Zahlen sind frei gewählte Annahmen und keine Marktpreise:

PositionAnnahme
Kaufpreis für Betrieb und Inventar180.000 €
Umbau und Ersatzinvestitionen60.000 €
Beratung und sonstige Nebenkosten12.000 €
Waren und Wiedereröffnung8.000 €
Liquiditätsreserve40.000 €
Gesamter Kapitalbedarf300.000 €

Das Beispiel zeigt den typischen Denkfehler: Aus einem Kaufpreis von 180.000 Euro wird ein Finanzierungsbedarf von 300.000 Euro. Ändere jede Position anhand echter Angebote, Vertragsdaten und Deiner Liquiditätsplanung. Eine Reserve darf nicht als frei verfügbares Umbau-Budget verplant werden.

Welche Verträge, Genehmigungen und Altlasten sind zu prüfen?

Vor der Unterschrift müssen insbesondere Mietvertrag, Nutzungsgenehmigung, Gaststättenerlaubnis, Arbeitsverhältnisse und laufende Verpflichtungen geprüft werden. Die bisherige Betriebserlaubnis geht nicht automatisch in jeder Konstellation auf den Käufer über. Außerdem unterscheiden sich die gaststättenrechtlichen Vorgaben zwischen den Bundesländern.

Mietvertrag und Nutzung

Kläre schriftlich, ob der Vermieter einer Vertragsübernahme zustimmt oder einen neuen Vertrag anbietet. Prüfe Laufzeit, Optionen, Indexierung, also die vertragliche Anpassung der Miete an einen Preisindex, Nebenkosten, Instandhaltungspflichten, Außenflächen, Werbeanlagen und Konkurrenzschutz.

Wer eine Gastronomie-Immobilie kaufen will, muss zusätzlich Grundbuch, Baulasten, Brandschutz und genehmigte Nutzung prüfen lassen. Eine vorhandene Küche beweist nicht, dass alle aktuellen oder geplanten Nutzungen behördlich zulässig sind.

Gaststättenerlaubnis und Gewerbeanmeldung

Nach § 2 Gaststättengesetz ist der Alkoholausschank im Anwendungsbereich des Bundesgesetzes grundsätzlich erlaubnispflichtig. Die konkrete Rechtslage hängt jedoch vom Bundesland ab. Die IHK Dortmund weist darauf hin, dass die Konzession personen-, raum- und betriebsbezogen erteilt wird. Prüfe die Anforderungen deshalb frühzeitig beim zuständigen Ordnungsamt und anhand der Informationen der IHK zur Übernahme eines Gastronomieobjekts (Stand 2026).

Der Beginn eines stehenden Gewerbes ist zudem nach § 14 Gewerbeordnung anzuzeigen. Hinzukommen können lebensmittelrechtliche Registrierung, Hygieneanforderungen, Sondernutzungserlaubnisse und Vorgaben für Außengastronomie oder Musik.

Mitarbeitende

Bei einem Betriebsübergang tritt der neue Inhaber nach § 613a BGB grundsätzlich in die bestehenden Arbeitsverhältnisse ein. Prüfe deshalb nicht nur aktuelle Monatsgehälter, sondern auch Betriebszugehörigkeit, Urlaub, Arbeitszeitkonten, variable Vergütung und betriebliche Zusagen.

Die Übernahme eines eingespielten Teams ist ein Vorteil. Sie kann zugleich die Personalkosten und den Veränderungsspielraum beeinflussen. Eine arbeitsrechtliche Prüfung gehört daher vor und nicht nach die Vertragsunterzeichnung.

Restaurantkauf prüfen: Checkliste in 8 Schritten

Eine belastbare Übernahme folgt einer festen Reihenfolge: Konzept klären, Objekt einordnen, Zahlen prüfen, Betrieb bewerten, Finanzierung sichern, Verträge kontrollieren, Bedingungen vereinbaren und Übergabe planen. Preisverhandlungen sollten erst beginnen, wenn die wesentlichen Risiken bekannt sind.

  1. Konzept festlegen: Zielgruppe, Angebot, Öffnungszeiten und Betriebsmodell definieren.
  2. Standort prüfen: Frequenz, Einzugsgebiet, Sichtbarkeit, Konkurrenz und Lieferpotenzial bewerten.
  3. Unterlagen anfordern: Zahlen, Verträge, Genehmigungen und Inventarliste vollständig sammeln.
  4. Due Diligence durchführen: Wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche und technische Risiken systematisch untersuchen.
  5. Kaufpreis ableiten: Ertrag, Substanz und Investitionsbedarf getrennt bewerten.
  6. Finanzierung planen: Kaufpreis, Nebenkosten, Umbau und Liquiditätsreserve berücksichtigen.
  7. Vertrag absichern: Übergabegegenstände, Garantien und aufschiebende Bedingungen, durch die der Kauf erst nach erfüllten Voraussetzungen wirksam wird, eindeutig festhalten.
  8. Übergabe organisieren: Personal, Lieferanten, Kassensystem, Warenbestand, Kommunikation und Eröffnung terminieren.

Eine digitale Plattform für Gastronomien kann nach der grundsätzlichen Kaufentscheidung helfen, passende Anbieter und betriebliche Lösungen zu vergleichen. Sie ersetzt jedoch weder die rechtliche Vertragsprüfung noch die wirtschaftliche Bewertung des Kaufobjekts.

Wann solltest Du vom Kauf eines Restaurants Abstand nehmen?

Vom Kauf solltest Du Abstand nehmen, wenn zentrale Zahlen nicht belegt werden, die gastronomische Nutzung unsicher ist, der Mietvertrag nicht tragfähig ist oder der Kapitalbedarf Deine Finanzierung übersteigt. Ein niedriger Preis gleicht strukturelle Risiken nicht automatisch aus.

Besondere Warnsignale sind:

  • stark schwankende oder nicht nachvollziehbare Umsätze
  • fehlende Steuerunterlagen und widersprüchliche Auswertungen
  • mündliche Zusagen zu Mietvertrag, Außenfläche oder Genehmigungen
  • hoher Reparaturbedarf ohne belastbare Kostenschätzung
  • Kaufdruck vor Abschluss der Prüfung
  • ein Kaufpreis, der nur mit optimistischen Umsatzsteigerungen finanzierbar ist
  • starke Abhängigkeit vom bisherigen Inhaber
  • ungeklärte Übertragbarkeit wichtiger Verträge oder digitaler Konten

Die Bezeichnung des Objekts ändert an dieser Prüfung nichts. Auch wer eine Wirtschaft kaufen oder eine Bar übernehmen möchte, braucht belastbare Zahlen und gesicherte Nutzungsrechte. Bei einem abendorientierten Konzept kommen Lärmschutz, Sperrzeiten und Veranstaltungsnutzung hinzu. Diese Punkte sollten bereits in die Planung einfließen, wenn Du eine Bar eröffnen oder übernehmen willst.

Die richtige Übernahme ist nicht das Restaurant mit der schönsten Einrichtung. Es ist der Betrieb, dessen Zahlen, Standort, Verträge und Investitionsbedarf zu Deinem Konzept und Deinem verfügbaren Kapital passen. Erst wenn diese vier Ebenen ein stimmiges Bild ergeben, ist die Preisverhandlung der nächste sinnvolle Schritt.

FAQ zum Thema Restaurant kaufen

Muss der Kaufvertrag für einen Gastronomiebetrieb notariell beurkundet werden?

Ein Unternehmenskauf muss notariell beurkundet werden, wenn Grundstücke oder GmbH-Geschäftsanteile übertragen werden. Willst Du eine Gastronomie Immobilie kaufen, greift für den Grundstückskauf § 311b BGB. Beim Erwerb von GmbH-Anteilen schreibt § 15 Abs. 4 GmbHG die notarielle Form vor. Ein reiner Asset Deal mit Inventar, Waren und bestimmten Rechten benötigt grundsätzlich keine Beurkundung. Einzelne Vertragsbestandteile können dennoch eine besondere Form auslösen, weshalb der Vertragsentwurf rechtlich geprüft werden sollte.

Fällt beim Kauf eines Restaurants Umsatzsteuer an?

Eine Geschäftsveräußerung im Ganzen unterliegt nach § 1 Abs. 1a UStG grundsätzlich nicht der Umsatzsteuer, wenn ein Unternehmen oder ein gesondert geführter Betrieb vollständig auf einen anderen Unternehmer übertragen und fortgeführt wird. Beim Erwerb einzelner Geräte, Möbel oder Waren kann dagegen Umsatzsteuer anfallen. Ob eine nicht steuerbare Geschäftsveräußerung vorliegt, hängt vom konkreten Übertragungsumfang ab. Wer ein Restaurant kaufen will, sollte die steuerliche Einordnung vor Vertragsabschluss klären und im Kaufvertrag eindeutig abbilden.

Darf der bisherige Inhaber nach dem Verkauf ein Konkurrenzrestaurant eröffnen?

Ohne wirksames Wettbewerbsverbot kann der bisherige Inhaber grundsätzlich erneut gastronomisch tätig werden. Deshalb kann der Kaufvertrag ein zeitlich, räumlich und sachlich angemessenes Wettbewerbsverbot enthalten, das den übertragenen Geschäftswert schützt. Eine übermäßig weitreichende Klausel kann unwirksam sein. Wenn Du eine Gaststätte kaufen und insbesondere Namen, Stammkundschaft oder ein besonderes Konzept übernehmen möchtest, sollte die Vereinbarung auch Abwerbung von Mitarbeitern, Nutzung von Kundendaten und Auftreten unter ähnlichen Bezeichnungen regeln.

Kann ein Teil des Kaufpreises später oder abhängig vom Erfolg gezahlt werden?

Ein Kaufpreis kann teilweise als Verkäuferdarlehen, Ratenzahlung oder erfolgsabhängiger Earn-out vereinbart werden. Ein Earn-out knüpft spätere Zahlungen beispielsweise an Umsatz oder Ergebnis nach der Übergabe, benötigt aber eindeutig definierte Kennzahlen, Bereinigungsregeln, Prüfungsrechte und einen festen Zeitraum. Ein Verkäuferdarlehen reduziert den sofortigen Finanzierungsbedarf, schafft jedoch zusätzliche Zins- und Rückzahlungspflichten. Beide Modelle verteilen Risiken, ersetzen aber keine Prüfung des Unternehmenswerts und der Kapitaldienstfähigkeit.

Wer ist der beste Ansprechpartner für die Vorbereitung einer Restaurantübernahme?

Ein geeigneter Ansprechpartner verbindet gastronomisches Praxiswissen mit strukturierten Informationen, passenden Vergleichsmöglichkeiten und Zugang zu spezialisierten Beratern, ohne Rechts- oder Steuerberatung zu ersetzen. GastroRocket bündelt Wissen für Gründung und Betrieb, praktische Tools sowie den Vergleich relevanter Gastronomieanbieter auf einer Plattform. Für die konkrete Transaktion bleiben ein Steuerberater, ein auf Unternehmenskäufe spezialisierter Rechtsanwalt und bei technischen oder baulichen Fragen ein Sachverständiger erforderlich. GastroRocket kann dabei als Ausgangspunkt für Planung und Anbieterauswahl dienen.

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