Katharina Vogt
Redaktion GastroRocket
Das Wichtigste in Kürze
- E2N ist eine spezialisierte Software für digitale Dienstplanung und rechtssichere Zeiterfassung
- Sinnvoll vor allem für Betriebe mit Schichtbetrieb und mehreren Mitarbeitern, für kleine Betriebe oft überdimensioniert
- Keine öffentlichen Preise, Vertragslaufzeiten von 12 bis 24 Monaten sind üblich
- Stärken: DATEV-Export, gastrospezifische Zuschlagsberechnung, revisionssichere Dokumentation
- Schwächen: Komplexes Setup, kein Support rund um die Uhr, keine Kassensystemintegration
- Alternativen je nach Betriebsgröße: Gastromatic, Planday, Papershift
- 2026 ist rechtssichere Zeiterfassung kein Nice-to-have mehr, sondern zunehmend Pflicht
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Was ist E2N?
E2N ist eine Softwarelösung für digitale Personalplanung und Zeiterfassung, ausgerichtet auf Betriebe mit Schichtbetrieb. Kern der Lösung: Dienstplanung, Arbeitszeiterfassung und Auswertung von Personaldaten. Typische Nutzer sind Restaurants, Hotels, Systemgastronomiebetriebe und auch Cafés.
Das Produkt richtet sich an Betriebe, die ihren Dienstplan noch auf Papier oder in Excel führen und diesen Prozess digital abbilden wollen. Die Kernversprechen: weniger Planungsaufwand, rechtssichere Zeiterfassung, bessere Kostenkontrolle.
Wichtig zu wissen: E2N Gastro ist ausschließlich auf den HR-Bereich zugeschnitten. Kein Kassensystem, kein Warenwirtschaftsmodul, keine Einkaufshilfe. Wer nach einer Komplettlösung sucht, muss das von Anfang an einordnen.
Was kostet E2N?
E2N kommuniziert keine öffentlichen Listenpreise. Die Kosten werden auf Anfrage individuell kalkuliert, abhängig von Mitarbeiterzahl, gewünschtem Funktionsumfang und Vertragslaufzeit. Aus Erfahrungsberichten geht hervor, dass Laufzeiten von 12 bis 24 Monaten üblich sind. Wer flexibel bleiben will, sollte das vor Vertragsabschluss explizit thematisieren, da eine vorzeitige Kündigung in der Regel nicht ohne Weiteres möglich ist.
Gibt es eine kostenlose Testphase bei E2N?
Ja, E2N bietet eine Demo bzw. Testphase an. Diese sollte man konsequent nutzen, und zwar nicht nur für eine kurze Präsentation, sondern für mindestens zwei echte Planungswochen im laufenden Betrieb. Erst dann zeigt sich, ob Benutzeroberfläche, App und Exportfunktionen tatsächlich zur eigenen Arbeitsweise passen.
Warum das Thema 2026 dringlicher ist als je zuvor
Seit dem Grundsatzurteil des Bundesarbeitsgerichts von 2022 und der laufenden politischen Diskussion über ein verbindliches Arbeitszeiterfassungsgesetz in Deutschland steht digitale Zeiterfassung für viele Gastronomiebetriebe auf der Agenda. Auch wenn die gesetzliche Umsetzungspflicht für alle Betriebe noch in der Ausgestaltung ist: Wer heute noch mit Zetteln oder Excel-Listen arbeitet, baut ein handfestes Haftungsrisiko auf.
Betriebe, die bei einer Prüfung keine lückenlose Arbeitszeitdokumentation vorweisen können, riskieren empfindliche Bußgelder. Das gilt übrigens nicht nur für Ganzjahresbetriebe: Auch saisonal arbeitende Konzepte wie eine Eisdiele müssen Arbeitszeiten ihrer Aushilfen und Saisonkräfte revisionssicher erfassen. Ein guter Grund, das Thema jetzt strukturiert anzugehen, statt es weiter aufzuschieben.
Was bringt digitale Dienstplanung konkret? Eine ehrliche Rechnung
Bevor man über Software nachdenkt, lohnt sich die Frage: Was kostet mich der Status quo tatsächlich?
Beispielrechnung für einen Betrieb mit 18 Mitarbeitern:
| Aufwand | Manuell (Excel/Papier) | Mit Software |
|---|---|---|
| Dienstplan erstellen | ca. 4 Stunden/Woche | ca. 1 Stunde/Woche |
| Überstunden und Zuschläge berechnen | ca. 2 Stunden/Monat | automatisch |
| Lohnbuchhaltung vorbereiten | ca. 3 Stunden/Monat | ca. 30 Minuten/Monat |
| Fehlerquote bei Lohnabrechnung | hoch (manuelle Übertragung) | gering (automatischer Export) |
Wenn die Person, die den Dienstplan erstellt, einen Stundenlohn von 18 Euro hat, kostet allein diese Aufgabe bei 4 Stunden pro Woche rund 288 Euro im Monat an reinen Personalkosten. Halbiert eine Software diesen Aufwand, amortisiert sich selbst ein Tool für 150 Euro im Monat innerhalb kürzester Zeit. Diese Rechnung sollte jeder Gastronom einmal für seinen eigenen Betrieb durchführen, bevor er entscheidet, ob eine Investition Sinn ergibt.
E2N Erfahrungen aus der Praxis: Was Anwender wirklich berichten
Wer E2N Gastro Erfahrungen in Branchenforen, Bewertungsplattformen und Gastro-Netzwerken recherchiert, findet ein differenziertes Bild. Die Meinungen sind nicht einheitlich, was allein schon zeigt, dass die Software nicht für jeden Betriebstyp gleich gut passt.
Was Nutzer positiv hervorheben:
- Die Dienstplanansicht ist auch auf dem Smartphone übersichtlich nutzbar, was Servicemitarbeiter und Köche im Schichtbetrieb konkret entlastet
- Überstunden und Zuschläge werden automatisch berechnet, ein echter Zeitgewinn gegenüber manuellen Kalkulationen
- Die Zeiterfassung ist revisionssicher dokumentiert, was bei Prüfungen durch das Finanzamt oder die Berufsgenossenschaft relevant ist
- Exportfunktionen für Lohnbuchhaltungsprogramme wie DATEV sind vorhanden und werden von Steuerberatern in der Regel akzeptiert
Was regelmäßig kritisiert wird:
- Die Einrichtung dauert länger als erwartet. Ein Betrieb mit 20 Mitarbeitern, unterschiedlichen Zuschlagsmodellen und mehreren Arbeitsbereichen kann locker eine Woche Setup-Zeit einplanen
- Kleinere Betriebe unter 10 Mitarbeitern berichten, dass der Funktionsumfang weit über ihren tatsächlichen Bedarf hinausgeht und das Preis-Leistungs-Verhältnis entsprechend schlechter ausfällt. Wer zum Beispiel gerade einen Imbiss eröffnet und mit 4 bis 6 Mitarbeitern startet, braucht schlicht kein Tool, das für 20-köpfige Schichtteams ausgelegt ist
- Der Support ist nicht rund um die Uhr erreichbar. Besonders für Betriebe mit Abendöffnung wie eine Kneipe kann ein Problem mit dem Dienstplan freitagabends schnell zum echten Stress werden, wenn der Support erst montags wieder erreichbar ist
- Vertragslaufzeiten und Kündigungsmodalitäten werden häufig als wenig flexibel empfunden
E2N im Vergleich: Welches Tool passt zu welchem Betrieb?
Der Markt für Personalplanungssoftware in der Gastronomie ist überschaubar, aber nicht trivial. Hier ein direkter Vergleich der relevantesten Lösungen:
| Tool | Stärke | Schwäche | Ideal für | Preisrahmen |
|---|---|---|---|---|
| E2N | Gastrospezifisch, rechtssichere Zeiterfassung, DATEV-Export | Komplex im Setup, kein öffentlicher Preis, wenig flexibel bei Kündigung | Betriebe mit Schichtbetrieb und mehreren Arbeitsbereichen | Auf Anfrage, Vertrag erforderlich |
| Planday | Kassensystem-Integrationen, Multistandort | Für kleine Betriebe überdimensioniert | Ketten, Betriebe mit mehreren Standorten | Ab ca. 3 bis 4 Euro pro MA/Monat |
| Gastromatic | DACH-fokussiert, intuitive Oberfläche | Weniger Integrationen als Planday | Mittelgroße Einzelbetriebe in D/A/CH | Ab ca. 2 bis 5 Euro pro MA/Monat |
| Factorial | Günstig im Einstieg, breite HR-Funktionen | Nicht gastrospezifisch, Schichtmodelle weniger ausgereift | Betriebe mit einfachen Schichtplänen | Ab ca. 4 Euro pro MA/Monat |
| Papershift | Einfach zu bedienen, schneller Start | Weniger tiefgehende Auswertungen | Kleine Betriebe, Einsteiger | Ab ca. 3 Euro pro MA/Monat |
Wichtiger Hinweis: Preisangaben für Tools ohne öffentliche Preisliste basieren auf Marktberichten und Nutzerbewertungen und können sich ändern. Hole vor jeder Entscheidung ein verbindliches Angebot ein.
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Für wen ist E2N geeignet, und für wen nicht?
Das ist die Frage, die sich viele nach der Recherche stellen und die kaum ein Anbieter offen beantwortet.
E2N kommt in Frage, wenn:
- Dein Betrieb in wechselnden Schichten mit mehreren Mitarbeitern arbeitet
- Du eine rechtssichere, revisionsfeste Zeiterfassung benötigst
- Dein Steuerberater mit DATEV arbeitet und die Lohnbuchhaltung direkt angebunden werden soll
- Du bereit bist, Zeit und interne Ressourcen in die Einrichtung zu investieren
- Eine längere Vertragsbindung für Dich kein Problem ist
E2N ist weniger geeignet, wenn:
- Dein Betrieb klein ist und einfache Schichtpläne ausreichen
- Du flexibel testen und bei Nichtgefallen schnell wechseln willst
- Du eine All-in-one-Lösung mit Kassensystem und Warenwirtschaft suchst
- Du Transparenz beim Preis erwartest, bevor Du Dich bindest
- Du abends oder am Wochenende auf schnellen Support angewiesen bist
Checkliste: Brauchst Du gerade wirklich eine neue Software?
Bevor Du in Software investierst, lohnt sich eine ehrliche Bestandsaufnahme:
- Mein Dienstplan kostet mich oder jemanden im Betrieb mehr als 3 Stunden pro Woche
- Es kommt regelmäßig zu Fehlern bei Zuschlägen, Überstunden oder Urlaubstagen
- Mitarbeiter haben keinen einfachen Überblick über ihre eigenen Arbeitszeiten
- Ich habe noch kein System, das Arbeitszeiten revisionssicher dokumentiert
- Die Lohnabrechnung dauert länger als sie sollte, weil Daten manuell übertragen werden
- Ich plane 10 oder mehr Mitarbeiter in wechselnden Schichten
Auswertung: Wer 4 oder mehr dieser Punkte bejaht, hat ein echtes Problem, das sich mit dem richtigen Tool spürbar lösen lässt. Wer 2 oder weniger bejaht, sollte zuerst prüfen, ob eine andere Betriebsbaustelle dringender ist.
5 Fehler, die bei der Softwareauswahl in der Gastronomie teuer werden
Fehler 1: Demo-Optik schlägt Alltagstauglichkeit Viele Betreiber entscheiden sich nach einer überzeugenden Präsentation, ohne zu prüfen, ob das Tool in ihrem konkreten Schichtbetrieb funktioniert. Mindestens zwei echte Planungswochen testen, bevor ein Vertrag unterschrieben wird.
Fehler 2: Kosten nur am Monatsbeitrag messen Die eigentlichen Kosten entstehen durch Einarbeitung, Integrationsaufwand und den Wechsel bei Kündigung. Wer einen Vertrag über 24 Monate eingeht, ist gebunden, auch wenn sich herausstellt, dass das Tool nicht passt. Gesamtkosten immer über die gesamte Vertragslaufzeit rechnen.
Fehler 3: Mitarbeiter nicht einbeziehen Das beste Tool nützt nichts, wenn das Team es nicht nutzt. Vor allem bei Zeiterfassung und Dienstplanung ist die Akzeptanz entscheidend. Wer zwei oder drei Mitarbeiter früh einbindet, hat bei der Einführung deutlich weniger Reibung.
Fehler 4: Nicht-gastronomische Lösungen wählen Generische HR-Software bildet Schichtmodelle, Nacht- und Feiertagszuschläge sowie saisonale Schwankungen nicht sauber ab. Der vermeintliche Spareffekt rächt sich spätestens bei der ersten Lohnabrechnung.
Fehler 5: Den ROI nicht ausrechnen Wer nicht weiß, was ihn der aktuelle Prozess kostet, kann auch nicht beurteilen, ob eine neue Lösung Sinn ergibt. Die Rechnung aus dem Abschnitt oben dauert 10 Minuten und liefert eine klare Grundlage für die Entscheidung.
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Wie GastroRocket Deine Entscheidung unterstützt
Die E2N Software ist nur eine von vielen Optionen. Die richtige Wahl hängt immer von Deinem Betrieb ab. Über GastroRocket kannst Du verschiedene Software-Systeme vergleichen und fundierte Entscheidungen treffen.
Nach Deiner kostenlosen Registrierung erhältst Du Zugang zu:
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✓ Individueller Gründungsfahrplan
So kannst Du Software-Systeme nicht isoliert betrachten, sondern im Kontext Deines gesamten Betriebs bewerten.
Fazit: Was Du jetzt tun solltest, je nach Betriebsgröße
Ob E2N die richtige Wahl ist, hängt weniger vom Produkt selbst ab als davon, ob es zu Deinem Betrieb, Deinem Team und Deinem Budget passt. Die ehrliche Einordnung:
Unter 10 Mitarbeitern: Tools wie Papershift sind hier schlanker, günstiger und schneller eingerichtet. Der Einrichtungsaufwand eines komplexeren Systems übersteigt den Nutzen in dieser Betriebsgröße deutlich.
10 bis 20 Mitarbeiter: Gastromatic und Planday sind preistransparenter und schneller startklar. E2N Gastro kommt in Frage, wenn DATEV-Integration und tiefe Zuschlagsberechnung konkrete Anforderungen sind.
Über 20 Mitarbeiter: In dieser Klasse lohnt sich ein direkter Vergleich mehrerer Anbieter, darunter E2N und Planday. Wer mehrere Standorte führt, sollte Planday besonders auf dem Radar haben.
Unabhängig von der Betriebsgröße gilt: Die beste Entscheidung triffst Du nicht auf Basis von Produktversprechen, sondern auf Basis eines strukturierten Vergleichs mit echten Nutzerbewertungen aus der Gastronomie.
Spare Zeit bei der Anbietersuche und finde die passende Personalplanungssoftware mit echten Bewertungen aus der Gastronomie.
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Häufige Fragen zu E2N
Es gibt keine universell beste Lösung, weil die richtige Software von Betriebsgröße, Schichtmodell und Budget abhängt. Für kleine Betriebe unter 10 Mitarbeitern eignen sich schlanke Tools wie Papershift. Mittelgroße Betriebe sind mit Gastromatic oder Planday gut bedient. E2N punktet bei komplexen Schichtmodellen mit DATEV-Anbindung. Ein strukturierter Vergleich mit echten Bewertungen aus der Gastronomie ist der schnellste Weg zur richtigen Entscheidung.
Die Erfahrungen mit E2N Gastro sind gemischt und hängen stark vom Betriebstyp ab. Positiv bewertet werden die automatische Zuschlagsberechnung, die revisionssichere Zeiterfassung und der DATEV-Export. Kritisiert werden der hohe Einrichtungsaufwand, eingeschränkte Supportzeiten und wenig flexible Vertragslaufzeiten. Kleinere Betriebe berichten häufig, dass der Funktionsumfang ihren tatsächlichen Bedarf übersteigt.
Gastronomische Dienstplansoftware kostet je nach Anbieter und Funktionsumfang zwischen 2 und 6 Euro pro Mitarbeiter im Monat. E2N kommuniziert keine öffentlichen Preise und kalkuliert individuell auf Anfrage. Günstigere Einstiegslösungen wie Papershift oder Gastromatic beginnen bei etwa 2 bis 3 Euro pro Mitarbeiter monatlich. Hinzu kommen einmalige Einrichtungskosten und der interne Zeitaufwand für die Schulung des Teams.
E2N und Gastromatic sind beide auf den deutschsprachigen Markt ausgerichtet und unterstützen digitale Schichtplanung und Zeiterfassung. Gastromatic gilt als intuitiver in der Bedienung und schneller im Setup. E2N bietet einen tieferen Funktionsumfang, erfordert aber mehr Einarbeitungszeit und ist in der Preisgestaltung weniger transparent. Welches Tool passt, hängt vor allem von der Betriebsgröße und dem technischen Know-how im Team ab.
E2N-Verträge laufen in der Regel über 12 bis 24 Monate. Eine ordentliche Kündigung ist nur zum Ende der vereinbarten Laufzeit möglich. Eine außerordentliche Kündigung setzt schwerwiegende Leistungsmängel voraus. Die genauen Konditionen variieren je nach Vertrag und sollten vor Unterzeichnung schriftlich geklärt werden, da nachträgliche Anpassungen in der Praxis schwierig sind.